Obama: Dank Cloud zum Wahlsieg

Amazon hat bekannt gegeben, dass die Wahlkampforganisation von US-Präsident Barack Obama, zeitweise bis zu 200 Applikationen in der hauseigenen Cloud betrieben hat.

» Von Jens Stark , 16.11.2012 12:47.

Nicht nur dank viel Händeschütteln sondern auch dank IT-Power aus der Cloud wiedergewählt: US-Präsident Barack Obama auf Wahlkampftour in Mentor, Ohio

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Eine der Gründe, warum Barack Obama am 6. November von den Wählern als US-Präsident bestätigt wurde,war die sehr gezielte Bearbeitung von bestimmten Wählerschichten in den von Wechselwählern geprägten Teilstaaten. Die hierzu nötigen Applikationen, insgesamt 200 an der Zahl, seien von den Amazon Web Services (AWS) gehostet worden. Dies hat die Firma in einem Blog bekannt gegeben. Damit habe die Wahlkampfmaschinerie des US-Präsidenten die bislang grösste Cloud-Installation betrieben, heisst es weiter. «Das Wort ‹unternehmenskritisch› ist hier angebracht», schreibt Jeff Barr von AWS.

Und nach gewonnener Schlacht sei das Ganze wieder deinstalliert worden. Einzig ein Backup aller Informationen mit Hilfe des Simple Storage Service (S3) von Amazon wurde durchgeführt.

Während der Kampagne sei so gut wie jeder Dienst von AWS von den Obama-Wahlkämpfern verwendet worden. So diente Amazons RDS (Relational Database Service) als zentrale Registratur für die Profile der einzelnen potenziellen Wähler. Ein Analyse-Tool, das in der Elastic Cloud Compute (EC2) lief, habe dynamisch in Echtzeit Informationen über Wählerschichten geliefert und berechnet, wo die Marketing-Dollars gerade am besten angelegt sind. Schliesslich konnte über Befragungen direkt verfolgt werden, wie effizient die gerade gewählte Strategie ist.

In den letzten vier Tagen vor der Wahl verwaltete ein spezielles Anrufmanagement-Tool 7000 User gleichzeitig, welche die Wahlberechtigten nochmals mit zwei Millionen Anrufen bedachten.

Ein weiterer, aber durchaus wichtiger Vorteil, die ganze IT-Operation in der Cloud zu betreiben, seien die Einsparungen gewesen, die man dabei gehabt habe. «Die Wahlkampforganisation brauchte AWS, um hohe IT-Investitionen zu umgehen, die sich auf mehrere zehn Millionen Dollar belaufen hätten», rechnet Barr vor.

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