Aderlass bei ABB

Nach dem CEO verlässt nun auch der Forschungschef Prith Banerjee das Unternehmen.

» Von AWP , 14.05.2013 07:28.

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ABB macht nach dem Paukenschlag mit der Ankündigung des Rücktritts von CEO Joe Hogan vom vergangenen Freitag zu Wochenbeginn erneut von sich Reden. Mit Prith Banerjee hat innert weniger Tage ein weiteres Konzernleitungsmitglied seinen Rücktritt angekündigt. An der Börse wird die Nachricht indes mit ähnlich viel Gleichmut zur Kenntnis genommen wie der Abgang Hogans.

Der Forschungschef, welcher erst 2012 in das Unternehmen eingetreten ist, habe entschieden, ABB aus familiären Gründen zu verlassen, teilte der Konzern am Montag mit. Er werde in die USA zurückziehen, wo er eine neue Anstellung annehmen werden. Ein Nachfolger soll zu gegebener Zeit ernannt werden.

Rytoft wird Interims-Nachfolger

 

Banerjee wird ABB in den nächsten Wochen verlassen, ein Datum für seinen Austritt ist allerdings noch nicht festgelegt. Er bedaure den Entscheid von Banerjee, lässt sich in der Mitteilung der ebenfalls bald scheidende CEO Joe Hogan zitieren. Er habe neue Ansätze in die Forschung und Entwicklung von ABB eingebracht.

Als Nachfolger von Banerjee hat ABB interimistisch Claes Rytoft eingesetzt, wie ABB-Sprecher Thomas Schmidt auf Anfrage erklärte. Rytoft sei ein Urgestein von ABB und habe mit seinem Team den Durchbruch bei der Entwicklung des HVDC-Breakers (Hochspannungs-Gleichstromschalter) geschafft.

Der Entscheid von Banerjee scheine wie bereits bei Hogan aus privaten Gründen zu erfolgen, heisst es in einer Einschätzung der Bank Notenstein. Die Nachricht könnte die Investoren zwar kurzfristig etwas verunsichern, die Abgaben dürften sich aber in engen Grenzen halten. Wichtig scheine nun, dass möglichst schnell beide Posten wieder besetzt werden und dass keine weiteren Rücktritte erfolgen. Notenstein sieht genügend Gründe, um der ABB-Aktie vorerst die Treue zu halten. Die ZKB indes wertet die Neugikeit von Banerjees Abgang kurz und bündig «negativ».

An der Börse verzeichnen ABB kurz vor Mittag ein Minus von 0,7%, was ziemlich genau der Entwicklung des Gesamtmarktes entspricht.

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