Nordkorea auf dem Weg in die IT-Moderne

Zumindest im eigenen Land sei «Achim» ein grosser Erfolg, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas. Das 7-Zoll-Tablet hat aber seine Schwächen.

Tablet Achim in der FabrikTablet Achim in der Fabrik

» Von Fabian Vogt , 27.07.2012 15:52.

In Nordkorea, berichtet NK News, soll das Tablet «Achim» ein riesiger Erfolg sein. «Achim» bedeute «Morgen» und sei ein 7-Zoll-Tablet, das 300 Gramm wiege. Seine Akkulaufzeit betrage aber lediglich fünf Stunden. Achim sei besonders in Schulen und bei jungen Studenten sehr beliebt. Sie können auf Achim speziell geschriebene Programme auf Koreanisch, Englisch und Russisch verwenden. NK News zitiert die staatliche KCNA: «User können Lehrmaterialien, Literatur, Wörterbücher und wissenschaftliche Daten auf dieses multifunktionale ‚PAD‘ bekommen. Ri Yong Suk, ein Lehrer der Pyonyang Secondary School Nummer Eins, erzählte KCNA, dass das ‚PAD‘ hilfreich sei bei der Verbesserung der Erziehung und der Entwicklung der intellektuellen Fähigkeiten der Schüler.»

Es sei nicht ganz klar, welches Betriebssystem zum Einsatz komme – NK News vermutet die Linux-Variante Red Star, die Nordkorea schon in der Vergangenheit verwendet habe. Auch über CPU und Speicher gibt es keine Aussagen. Das Tablet scheint jedoch – schenkt man den Nachrichten Glauben – im Inland hergestellt zu werden. KCNA zeigt uniformierte Arbeiter an einem Fliessband, die an Achim werkeln. Andere verpacken das Tablet in eine schwarze Box.

NK News räumt den Apple-Anwälten übrigens keine grossen Chancen ein, wenn sie Achim wegen Patentverletzung verklagen wollen, wie zuletzt Samsung. An den Gerichten in Nordkorea dürften sie scheitern.

NK News ist eine englischsprachige Webseite, die Nordkoreas Pressemeldungen beobachtet. KCNA (Korean Central News Agency) ist die staatliche Nachrichtenagentur des Landes. Sie ist bekannt für ihre positiven Darstellungen der Regierung.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

MiniAds