Nicht nur Mieter sind überfordert mit den UPC-Anschlussgebühren

Viele zahlen bei UPC Gebühren, die sie gar nicht entrichten müssten. Diese Gebühren für den Kabelanschluss sind meist schon in den Mietnebenkosten enthalten.

» Von Simon Gröflin , 20.02.2017 15:59.

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Viele Mieterinnen und Mieter bezahlen bei UPC Gebühren, die sie nicht bezahlen müssten. Wer UPC-Abonnent ist oder ein TV-Angebot eines anderen Anbieters wie Swisscom nutzt, muss in der Regel selber aktiv werden. Ansonsten ist der Frust gross, wenn man erst einige Jahre später – vielleicht erst im Rahmen einer Mietzinsreduzierung – von einer doppelten Entrichtung der Gebühren erfährt. Grund: Für das neue Grundangebot, das 49 Franken im Monat kostet, schliesst der Kunde seit September letzten Jahres einen Direktvertrag mit UPC ab. «Nach wie vor betrachten viele Besitzer wie Mieter den vorhandenen TV-Anschluss als selbstverständlichen Teil der Infrastruktur», sagt Andeas Käsermann vom Hausverein Schweiz auf Anfrage. Es sei jedoch bestimmt auch im Interesse beider Parteien, einen Verzicht auf den Kabelanschluss aktiv anzumelden, meint Käsermann. So liesse sich einiges an späterem Ärger vermeiden. Aber wollen die Verwaltungen die Gebühren überhaupt selber weiterhin eintreiben?

Administrativer Aufwand

Wincasa beispielsweise wäre froh, wenn das System aufgegeben würde und möglichst alle Kunden direkt mit UPC abrechnen: Das bisherige System bedeute viel Aufwand, sagt Walter Schärer, Bereichsleiter Bewirtschaftung, gegenüber Computerworld. Aktuell habe man noch Verträge und die Aufgabe, diese in den Mietverträgen unter den Nebenkosten von den Mietern zu verlangen, ausser Mieter melden sich. Privera sieht demgegenüber «keine aktiven Bestrebungen», die Praxis zu ändern, betont aber nur, dass der TV-Anschluss, sofern er nicht plombiert ist, auch geschuldet ist.

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