Nasdaq-Panne kostet UBS 350 Millionen Dollar

Beim Facebook-Börsengang bekam die Nasdaq technische Probleme, der Handelsbeginn wurde hinausgezögert. Die UBS hat dadurch 350 Millionen Dollar verloren, berichtet das Wall Street Journal.

Am UBS Hauptsitz in Zürich ist man über den Facebook-IPO kaum erfreut. Er soll die Bank bisher 350 Millionen Dollar gekostet haben.

» Von Fabian Vogt , 11.06.2012 11:48.

Als am 18. Mai mit Facebooks Börsengang einer der grössten IPOs des Jahres über die Bühne ging, lief nicht alles glatt. Wegen technischer Schwierigkeiten musste die US-Technologiebörse Nasdaq den Handelsbeginn um über dreissig Minuten nach hinten verschieben und Händler wussten teilweise mehrere Stunden nicht, ob ihre Aufträge ausgeführt wurden. Darum möchte die Börse mindestens 13 Millionen Dollar in die Hand nehmen - mittlerweile sollen es 40 Millionen Dollar sein -, um Investoren zu entschädigen (Computerworld.ch berichtete). Für die UBS reicht diese Zahl aber bei weitem nicht.

Laut dem Wall Street Journal hatte die Bank den Kauf einer Million Facebook-Aktien in Auftrag gegeben. Weil die Bestätigung ausblieb, sei der Order mehrmals wiederholt worden, die UBS hatte am Ende dadurch deutlich mehr Aktien, als geplant war, sagt die Bank.

Wäre der Kurs seither gestiegen, sie hätte sich sicher nicht beklagt, doch bekanntlich stürzte die Aktie seither ab, sie liegt momentan rund 30 Prozent unter dem Ausgabepreis. Ob die Schweizer Grossbank die Aktien noch hält, ist nicht bekannt, aber Gewinn wurde mit der Aktion bisher sicher keiner gemacht. Stattdessen soll daraus ein Verlust von 350 Millionen Dollar resultiert haben, sagt die UBS. Nun überlegt sich die Bank, ob sie rechtliche Schritte einleiten soll.

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