Fertig Billet: Zug will das E-Ticket

Fahrscheine zu kaufen und sie dem Schaffner zeigen sollten Tätigkeiten aus vergangenen Zeiten sein. Technisch wären auch schon lange automatisierte Methoden verfügbar, bisher liessen sich diese aber nicht finanzieren. Der Kanton Zug möchte das ändern und startet einen Pilotversuch.

» Von Fabian Vogt , 21.03.2014 13:20.

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Wer hat schon einmal den Bus verpasst, weil er spät dran war und noch ein Ticket am Automaten lösen musste? Oder wer wollte schon einmal von Rapperswil nach Luzern fahren und musste zuerst abklären, ob das eigene Monatsabonnement die von den öffentlichen Verkehrsbetrieben bestimmten Tarifzonen abdeckt? Der Kanton Zug möchte diese Ärgernisse aus dem Weg räumen und die herkömmlichen Billette und Abonnemente ablösen. Gemäss der «Neuen Zürcher Zeitung» hat die Zuger Regierung ihr Amt für öffentlichen Verkehr beauftragt, Zug zu einer Testregion für ein System mit kontaktlosen elektronischen Fahrausweisen zu machen.

Das versuchten die Kantone Basel und Genf bereits 2001, als 800 Benutzer im Projekt «Easy Ride» einen elektronischen Fahrkartenchip testeten. Wer die entsprechende Karte mit sich trug, konnte frei ein- und aussteigen, Ende Monat wurde eine Rechnung verschickt. Die nötigen Daten dafür wurden jeweils beim Ein- und Aussteigen durch Sensoren erhoben. Das Projekt scheiterte damals nicht an der technischen Realisierbarkeit, sondern an den Kosten.

Die Kosten sollen nun für Zug nicht zum Stolperstein werden, für den Testversuch «Easy Ride» werden 10 bis 15 Millionen Franken veranschlagt. An diesem Aufwand, so die Absicht des Kantons, sollten sich alle Projektpartner beteiligen. 2016 soll ein limitierter Testbetrieb auf dem Netz der regionalen Zugerland-Verkehrsbetriebe starten, 2017 soll dann auch der Regionalverkehr der SBB einbezogen werden. Gespräche dazu sollen in den nächsten Wochen stattfinden.

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