IT verändert Geschäft und Gesellschaft
Technologie wird für Gesellschaft und Wirtschaft immer wichtiger. IBM Research ermittelt im Global Technology Outlook alljährlich, welche IT-Trends die Welt verändern können und diskutiert diese mit Kunden. Dieter Jäpel spricht darüber.
IBM-Wissenschaftler blicken in die Zukunft (Bild: IBM Research)weitere Artikel
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» Von , 22.06.2012 10:00.
Der diesjährige Global Technology Outlook (GTO) steht ganz im Zeichen von Big Data und Analytik. IBM erwartet, dass Unternehmen in Zukunft wesentliche Effizienzsteigerungen realisieren können, indem sie die relevanten Daten, die intern, aber auch extern anfallen sprichwörtlich «entdecken», analysieren und für bessere Geschäftsentscheidungen nutzen. Ob es sich dabei um Mitarbeitereffizienz, IT-Effizienz oder Kundenbetreuungseffizienz handelt, die Basisprinzipien sind die gleichen.
Noch vor 20 Jahren haben Versicherungsunternehmen allabendlich ihre Server heruntergefahren. Von solchen Verhältnissen sind wir heute weit entfernt. Denn Ärzte müssen natürlich auch nachts die Daten auf den Chipkarten der Versicherer verifizieren können. Die Bedeutung der Computer ist heute so zentral, dass es nicht immer offensichtlich ist, in welche Bereiche die Technologie hineinspielt. Gutes Beispiel ist die jüngste IT-Panne im Kassensystem des Detailhändlers Coop.
Um Ausfälle zu verhindern, müssen Infrastruktur und IT permanent überwacht werden. Das kostet Leistung, da immense Datenmengen anfallen. Nur so lässt sich allerdings die Ursache für einen Defekt ermitteln und die Störung schnell beseitigen.
Technologie weckt Erwartungen
Zusätzlicher Workload entsteht durch die Anforderung, dass Ergebnisse immer mehr nahezu in Echtzeit geliefert werden müssen. Die Rega-App ist ein extremes Beispiel: Per Schieber auf dem iPhone-Bildschirm signalisiert der Verunglückte, dass er Hilfe benötigt. Dabei stellt die App erstens eine Sprechverbindung her und verschickt zweitens noch diverse Daten. Dabei wird ausgenutzt, dass im Smartphone Kontaktinformationen gespeichert sind und dass das Gerät eine Ortungsfunktion besitzt.
«Wenn der Benutzer der App den Zugriff auf sein Telefon erlaubt, hat er aber auch die Erwartung, dass im Notfall sämtliche Daten übertragen werden – selbstverständlich sofort», betont Dieter Jäpel, der als Technologie-Berater am Industry Solutions Lab bei IBM Research – Zürich arbeitet. Allerdings werde eine sofortige Reaktion nicht nur am Berg, sondern auch im Alltag erwartet. Wer einen Vertrag per E-Mail verschickt, kann gleich nach dem Senden mit dem Empfänger über das Dokument sprechen und Änderungen abstimmen.
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