Informatik-Professorin wird ausgezeichnet
Olga Sorkine, Informatik-Professorin an der ETH Zürich, erhält den diesjährigen Latsis-Preis der Hochschule. Die Forscherin beschäftigt sich mit der Darstellung und Animation komplizierter 3-D-Objekte.
Olga Sorkine forscht an der ETH im Bereich Computergrafik» Von , 22.10.2012 10:56.
Die ETH-Informatik-Professorin Olga Sorkine wird derzeit mit Auszeichnungen fast überhäuft. Eben erhielt sie einen der begehrten ERC Starting Grants zugesprochen und im letzten Jahr den «Significant New Researcher Award 2011», einem der wichtigsten Preise im Bereich Computergrafik. In diesem Herbst nun erhält sie den bedeutendsten Preis für ETH-Nachwuchsforschende, den Latsis-Preis der Hochschule, der mit 25‘000 Franken dotiert ist.
«Als ich herausgefunden habe, dass mich mein Departement für diesen Preis nominiert hat, habe ich mich sehr geehrt gefühlt», sagt sie. Sorkine ist erst die dritte Frau, die den Latsis-Preis der ETH bekommt. Ihre beiden Vorgängerinnen Paola Picotti (2011) und Teresa Fitzpatrick (2008) sind Naturwissenschaftlerinnen. «Es ist etwas Besonderes für mich, die Informatik mit diesem Preis repräsentieren zu dürfen.» Sorkines Hoffnung ist, mit der öffentlichen Sichtbarkeit dieses Preises mehr Studentinnen für technische Berufe begeistern zu können.
Als 15-jährige schon Studentin
Im Februar 2011 wurde Sorkine als Assistenzprofessorin an die ETH Zürich berufen. Zuvor arbeitete sie als Assistenzprofessorin für Informatik am Courant Institute of Mathematical Sciences an der New York University, USA. Sie wuchs in Russland auf, ehe ihre Eltern mit ihr nach Israel auswanderten. Im Alter von 15 Jahren begann sie dort ihr Studium. Ihren Bachelor in Mathematik und Informatik erhielt sie im Jahr 2000. 2006 schloss sie ihre Doktorarbeit ab. Danach war sie als Humboldt-Stipendiatin an der TU Berlin.
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Gratuliere!
Das erscheint jedoch als angewandte Forschung, die klassische Entwicklung besserer Technologie.
Was wir immer mehr sehen, ist dass anstatt Grundlagenforschung reine Entwicklung betrieben wird. Das ist natürlich grossartig, aber bitte soll das Disney auch selbst finanzieren.
Wenn eine ETH schon angewandte Forschung betreibt, dann bitte an der Schnittstelle von bisher disjunkten Technologiegebieten. Da stellt man laufend fest, dass die ETH unfähig ist, solche Themen aufzugreifen, obwohl gerade dort viele neue Produkte entstehen.
Nun sind wir aber wieder einmal so weit, dass die ETH einem der weltgrössten Konzerne die Produkte entwickelt.
Das macht sicher Spass, und Frau Sorkine ist auch ein sehr sympathische Aushängeschild für die ETH und die angewandte Numerik, somit tolles Marketing - aber glaubt irgend jemand, dass sich die Graphikalgorithmen ohne ETH nicht weiterentwickeln würden?
Es gab einmal eine Zeit, da war dies der Anspruch an Forschung.