Industrie 4.0: Das meinen Schweizer Firmen

Der IT-Dienstleister DXC Technology hat 100 Schweizer Industrie-Manager nach ihrer Beurteilung der Digitalisierung befragt.

» Von Jens Stark , 15.08.2017 10:06.

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DXC Technology hat 100 Industrie-Manager in der Schweiz zu den Chancen und Risiken der smarten Fabrik der Zukunft befragt. 70 Prozent von ihnen halten demnach die Transformation zur Industrie-4.0 für wichtig, um künftig nicht vom Markt verdrängt zu werden. Auf dem Weg in die digitale Praxis zeigen sich jedoch Schwächen: Die Betriebe halten stark an traditionellen Denkmustern fest und vernachlässigen dabei, neue Geschäftsmodelle konsequent zu entwickeln.

«Die digitale Transformation in der Industrie fordert neue Strategien abseits der klassischen Entscheidungen im Management», kommentiert Liliana Scheck, General Manager von DXC Technology Schweiz. «Wie unsere jüngste Industrie-4.0-Studie zeigt, wollen die eidgenössischen Unternehmen digitale Innovationen in erster Linie nutzen, um damit Wertschöpfung ganz herkömmlich zu optimieren. Die Chancen, wirklich neue Geschäftsmodelle zu entwickeln kommen dabei zu kurz.»

Optimierung statt Disruption

Vor diesem Hintergrund steht Kosten zu optimieren an erster Stelle, wenn es den Industrie-Managern um den internen Einsatz digitaler Technologien geht (65 Prozent). Gleichzeitig steht derzeit nicht einmal bei acht Prozent der strategische Ansatz auf der Agenda, mit Industrie-4.0 innerhalb der Firma eine Start-Up-Mentalität zu entwickeln. Das steht in deutlichem Gegensatz zu den sogenannten «Digital Natives» unter den Unternehmen. Strategen aus dem Silicon Valley haben sich beispielsweise das disruptive Credo auf die Fahnen geschrieben und revolutionieren damit systematisch Zulieferung, Kundenservice und andere Geschäftsbereiche.

Eine ähnliche Zurückhaltung in der digitalen Umsetzung zeigen die Schweizer Manager an den Schnittstellen zu externen Partnern, die es für Industrie-4.0 aufzubauen gilt: Nur eine Minderheit denkt bereits konkret darüber nach, an automatisierten Lieferketten teilnehmen zu können (24 Prozent), den eigenen Einkauf und Vertrieb zu automatisieren (33 Prozent) oder in Roboter und Maschinen zu investieren (31 Prozent).

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