IBM-Mainframes verschlüsseln sämtliche Daten end-to-end

IBM hat die neue Generation seiner Mainframes vorgestellt. Die Z14-Reihe erlaubt dank einer speziellen Encryption-Engine erstmals die Verschlüsselung sämtlicher Daten, die mit einer Anwendung, einem Cloud-Service oder einer Datenbank verbunden sind.

» Von lp, Stefan Bordel, dpa, 17.07.2017 11:00.

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IBM will mit einer neuen Generation seiner Grossrechner «IBM Z» die Sicherheit und Verschlüsselung von Daten auf eine neue Stufe heben. Erstmals sei es möglich, sämtliche Daten, die mit einer Anwendung, einem Cloud-Service oder einer Datenbank verbunden sind, zu verschlüsseln. Das kündigte IBM am Montag an. Die kryptografischen Möglichkeiten des Mainframe-Systems stünden nun für Daten, Netzwerke, externe Geräte oder ganze Anwendungen zur Verfügung. So solle die Gefahr von Datendiebstählen reduziert werden.

Mainframe-Systeme sind vor allem darauf ausgelegt sind, möglichst ausfallsicher zu arbeiten und eine grosse Datensicherheit zu bieten. Oftmals als aussterbende Klasse im Vergleich zu x86-Systemen wie modernen Computern und Servern gesehen, werden sie auch heute noch vor allem in der Finanz- und Versicherungsbranche eingesetzt. Inzwischen laufe das Buchen von Flügen im Internet aber ebenfalls zu ganz grossen Teilen über Mainframes, sagte IBM-Manager Andreas Thomasch der dpa.

Z14-Reihe mit neuer Encryption-Engine

Wie «Wired» berichtet, schützt der Grossrechner Daten mit einer 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Ein entscheidender Vorteil der Mainframe-Systeme im Vergleich zur x86-Plattform sei allerdings die hohe Leistung bei der Verarbeitung verschlüsselter Inhalte. So verspricht IBM, dass seine neuen Mainframes in der Lage sind, Daten 18 Mal schneller zu entschlüsseln als x86-Systeme – und das bei nur fünf Prozent der Kosten. Dadurch sei mit der neuen IBM-Z-Generation die Verarbeitung von zwölf Milliarden Transaktionen am Tag möglich.

Der neue Mainframe IBM Z14 solle ab Mitte September verfügbar sein. Die Rechenanlage könne vor allem zwei Entwicklungen begegnen, sagte Thomasch: Den massiv zunehmenden Fällen von Datendiebstahl sowie den neuen Anforderungen des Gesetzgebers durch die ab 2018 EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung. Bislang sei die Verschlüsselung aller Daten technisch aufwendig und teuer gewesen. Mit dem IBM Z14 könne sich das ändern: «Hundert Prozent der Daten lassen sich nun verschlüsseln, ohne dass man es spürt.»

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