IBM: 100 Jahre Fels in der IT-Brandung

Kein anderes Unternehmen hat die Entwicklung der Informationstechnologie, ihren Markt und ihre Nutzung so beeinflusst wie IBM - im Guten, aber auch im Schlechten.

Mit dem Hollerith-Tabulator begann der Aufstieg von IBM zum weltweiten Grosskonzern.

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» Von Christoph Witte, 16.06.2011 12:02.

«Die Stars der IT-Branche wechseln, aber IBM ist immer unheimlich stabil gewesen», zieht Andreas Zilch, Vorstand des Research-Unternehmens Experton Group, eine Bilanz der IBM-Vergangenheit. Dieses Merkmal stellt er vor allen anderen heraus, seien sie technischer oder wirtschaftlicher Natur. Dabei herrscht in der hundertjährigen Existenz der IBM wahrlich kein Mangel an bedeutenden Erfindungen, Richtungsänderungen und Flops.

Die wechselvolle Geschichte der IBM lässt sich am besten chronologisch darstellen. Das bringt zumindest etwas formale Ordnung in eine keineswegs geradlinige Entwicklung, die die Spin Doctors des Konzerns in der Rückschau natürlich gerne als eine natürliche Folge grosser strategischer Entscheidungen wirken lassen wollen. Dabei war oft jede Menge Zufall im Spiel, und IBM war keineswegs immer der Treiber der Entwicklung. Manchmal reagierte sie nur und manchmal auch das noch zu spät. Und einmal stand sie kurz vor dem Ende.

Die 80-Spalten-Lochkarte (1928) und die Anfänge von IBM

Zwar gab es auch vor dieser von IBM patentierten "Punchcard" schon Lochkarten, aber die Weiterentwicklung der von Herrman Hollerith erfundenen Hollerith-Lochkarte in ein 80-Spalten-System beeinflusste nicht nur die gesamte spätere Software-Entwicklung, sondern verschaffte IBM auch ihr erstes Monopol im Bereich Tabelliermaschinen, das sie später auf Lochkartendrucker, Lochkartenleser und letztlich auf die digitalen Universalrechner (vulgo Grossrechner) ausdehnen konnte. Hollerith übrigens ist einer der Urväter der IBM.

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