HP vs. Oracle

Der Kleinkrieg zwischen HP und Oracle nimmt weiter an Schärfe zu. HP will nun die Unterstützung der Itanium-Prozessoren vor Gericht erzwingen.

  

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» Von idg , 16.06.2011 11:22.

Oracle hat im vergangenen März angekündigt, keine Software mehr für die Itanium-Prozessoren zu entwickeln. HP, auf dessen Konto geschätzte mindestens 90 Prozent der Itanium-Verkäufe gehen, findet das natürlich nicht gut und hatte Oracle bereits in der vergangenen Woche schriftlich aufgefordert, diese Entscheidung zurückzunehmen. Die Stimmung zwischen den beiden einst eng partnerschaftlich verbandelten IT-Riesen hat sich drastisch abgekühlt, seit Oracle-Chef Larry Ellison seinen Freund und früheren HP-CEO Mark Hurd, der über eine Liaison mit falscher Spesenabrechnung gestolpert war, ins Management geholt hatte. 

Den Itanium-Chip mit seiner reinen 64-Bit-Architektur hatten Intel und Hewlett-Packard mit enormem finanziellem Aufwand gemeinsam entwickelt. HP löste damit die hauseigene PA-RISC-Architektur für seine Unix-Server ab. Der breiten Masse an Anwendern gefiel allerdings das von AMD mit dem Opteron eingeführte Konzept einer x86-Architektur mit 64-Bit-Erweiterungen erheblich besser, weil darauf auch vorhandene 32-Bit-Software weiterhin lief. Intel sprang dann flugs auf diesen Zug auf und brachte auch seine Xeon-Chips mit x64-Erweiterungen auf den Markt. Seither war das Innovationstempo bei x64 deutlich höher. Itanium fristet primär ein Nischendasein im HPC-Bereich (High-Performance Computing). 

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