HP-Schweiz: gedämpfter Optimismus

Zwar liegen hinter HP Schweiz, so ihr neuer Schweizer Chef Marcel Borgo, schwere Zeiten. Dennoch zeigt sich Borgo zufrieden: insbesondere das Software- und Servicegeschäft konnte im letzten Geschäftsjahr überzeugen. HP erstattete Bericht bei ihrer Medienkonferenz in Dübendorf bei Zürich.

» Von Daniel Bader , 14.01.2013 13:16.

Vor allem die zögerliche Einkaufbereitschaft macht dem Flaggschiff-Segment «Hardware» zu schaffen. «Hardware ist längst kein Selbstläufer mehr. Firmen und Unternehmen warten oft erst einmal ab, und kaufen dann relativ kurzfristig ein», so der Nachfolger von Hauke Stars, die dieses Jahr aus dem IT-Konzern ausschied. Im letzten Jahr sei der Hardware-Absatz im Sommer in die «langen Ferien» gegangen – und erst im November und Dezember wieder zurückgekehrt.

Nach Computerworld-Schätzung lag der Umsatz von HP im abgelaufenen Jahre bei knapp 2 Milliarden Franken. Genaue Zahlen gibt der weltgrösste PC-Hersteller für die Schweiz nicht heraus. Marcel Borgo gab dazu an der Jahresmedienkonferenz in Dübendorf an, dass man trotz den Milliarden-Abschreibern von den Firmen Autonomy und EDS in Q3 und Q4 des letzten Jahres operativ im letzten Jahr sehr gut abgeschnitten habe mit einem Betriebsgewinn von 11 Milliarden Dollar. Nicht alles sei indes optimal gelaufen, vor allem hätte man sich bedingt durch die Reorganisation auch zuviel mit sich selbst beschäftigt. «Man muss sich den Fehler der Vergangenheit stellen und daraus lernen. Denn nur so gibt es letztendlich Fortschritt», gab der Managing Director an.

Schlechte Zeiten, bessere Zeiten?

Borgo ist überzeugt, dass HP Schweiz dieses Jahr wieder deutlich besser dastehen wird, denn das Geschäft ziehe an und man habe im November und Dezember «einige schöne Deals» abschliessen können. Daneben wies er darauf hin, dass man immer noch Weltmarktführer bei Servern, Desktops-PCs, Notebooks sowie auch bei Printern und Multifunktionsgeräten sei. Ganz detailliert: HP Schweiz verkauft pro Tag 299 Drucker und Multifunktionsgeräte (Laser-basierend), 689 entsprechende Geräte, die mit Tinte drucken, 17808 Toner respektive Tintenkartuschen, 726 Desktop-PCs, 1032 Notebooks und 35 Workstations. Laut Borgo werden zukünftig Hardware-Geräte wie Computer, Tablets, Smartphones noch stärker miteinander verknüpft werden, und Geräte-übergreifend im Einsatz sein. «Service, Software und deren Lösungen sind matchendscheidend für das effektive Zusammenwachsen der einzelnen Produktkategorien. Sie sind die wichtigen Pfeiler um profitabel zu sein, und sich gegen die Konkurrenz zukünftig durchzusetzen.

Laut Borgo strebt HP Schweiz für 2013 an, schneller als der Markt zu wachsen und dabei auch bei der Marge überdurchschnittlich abzuschneiden. Grund für diesen Optimismus sind die vielen Produktinnovationen sowie einige Wachstumsinitiativen, wie etwa die an der Medienkonferenz vorgestellt Radiologie-Cloud. In dieser Cloud im HP Banking Service Center in Bern sollen mit der Zeit medizinische Befunde wie Röntgenbilder oder MRI konsolidiert und Spitälern und Ärzten nach Massgabe des Datenschutzes zur Auswertung zur Verfügung gestellt werden.

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