Horizon sorgt für Ärger bei Cablecom-Kunden

Mit viel Tamtam hat UPC Cablecom im Januar seine neue TV-Plattform Horizon angekündigt. An der Präsentation machte die Box einen soliden Eindruck, doch etliche Kunden scheinen vom Produkt nicht überzeugt zu sein.

So sollte es irgendwann mal sein: Eine Box, die Inhalte auf verschiedene Geräte streamtSo sollte es irgendwann mal sein: Eine Box, die Inhalte auf verschiedene Geräte streamt

» Von Marcel Hauri , 15.02.2013 15:33.

Als «digitales TV-Erlebnis in einer neuen Dimension» betitelt UPC Cablecom seine neue Horizon-Plattform, die Anfang Januar in Zürich gelauncht wurde. Am Präsentations-Event machte die Box einen soliden Eindruck - keine Abstürze, keine Fehler, einzig die WLAN-Verbindung zum iPad verabschiedete sich ab und an. Auch beim anschliessenden Hands-on der versammelten Journalistenschar traten keine Probleme auf. Entsprechend positiv waren die Rückmeldungen in der Presse, auch Computerworld berichtete mehrheitlich positiv über das neue Produkt (jedoch auch mit einem kritischen Kommentar). Also ein scheinbar solides Produkt. Scheinbar. 

Missmutige Kommentare im Support-Forum

Rund einen Monat nach dem Launch von Horizon mit 20 000 ausgelieferten Boxen scheint es jedoch einige unzufriedene Kunden zu geben. Das Support-Forum bei Cablecom quillt nur so über von wenig schmeichelhaften Rückmeldungen. Das wohl grösste Problem der Box ist ihre Fehleranfälligkeit bei der Programmierung von Serienaufnahmen. User klagen darüber, dass Serien unvollständig oder ohne Ton aufgenommen werden und bei einer Umprogrammierung zum Teil ganz verschwinden. Unverständlich, dass das nicht ausgiebig getestet wurde. Denn wenn schon eine Replay-Funktion fehlt (die angekündigte, kostenpflichtige Zattoo-App für Replay-TV ist immer noch nicht verfügbar), dann sollte wenigstens die Aufnahmefunktion tadellos funktionieren. Auch das verschachtelte und langsame Menü sowie die Fernbedienung ohne Hotkeys stösst auf wenig Gegenliebe. Jedoch scheint ein Teil der Horizon-Kundschaft mit dem Gerät zufrieden zu sein, wie in einem anderen Support-Beitrag - von Cablecom gepostet - zu lesen ist. So sollen gemäss einer Cablecom-Umfrage die Hälfte der befragten Personen der Box eine Note zwischen 7 und 10 (auf einer Skala von 1 bis 10) gegeben haben.

Ja nicht die Box ausreizen

Trotzdem, wer die Box richtig ausreizen will, stösst schnell an Grenzen. So muss man unverständlicherweise den Twonky-Medienserver auf seinen externen Rechnern installieren, damit die Horizon-Box die freigegebenen Ordner erkennt und Medieninhalte abspielen kann. Eigentlich sollten solche DLNA-Verbindungen ohne Zusatz-Software auskommen. Das 5-GHz-Wi-Fi-Band, prädestiniert für Streaming, ist gar nicht erst freigeschaltet. Und an der Rückseite der Box sind zwar USB-Anschlüsse eingelassen, doch kann man dort keine externen Harddisks anschliessen.

Cablecom gelobt Besserung

Immerhin haben die Verantwortlichen bei UPC Cablecom Verbesserungen für das erste Quartal 2013 in Aussicht gestellt. So soll das Problem bei der Aufnahmefunktion behoben werden und die Horizon TV Remote App für iOS-Geräte (das iPhone oder iPad ist dann die Fernbedienung) lanciert werden. Auch wird ein Codec-Update versprochen.

 

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KOMMENTARE

Hans Wurst: 16-02-13 11:05

Zu den im Artikel berichteten Problemen mit Zattoo ist zu sagen:

Innerhalb der Cablecom beklagt man sich noch über ein anderes, handfestes Problem: Die Partnerschaft mit Zattoo. Arrogant, realitätsfremd, herablassend, das sind nur einige Attribute, die man dort gegenüber den Verantwortlichen von Zattoo verwendet.

Man sieht es jetzt am Resultat: Zattoo hat die Replay Funktion noch immer nicht richtig geliefert.

Deshalb wird sich Cablecom so schnell wie möglich wieder von Zattoo trennen.

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