Hardware-as-a-Service wird zum Trend

» Von Bernd Reder, 22.09.2017 17:30.

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Alternative Ansätze

Für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern einen modernen IT-Arbeitsplatz bieten möchten, ist PCaaS oder DaaS allerdings nur eine Option unter vielen. Anbieter von Thin-Client-Lösungen weisen da­rauf hin, dass auch ältere PCs und Notebooks als Thin Clients gute Dienste leisten können. IT-System- und Beratungshäuser wie TAP.DE, Cloud-Service-Provider wie AWS und Virtualisierungsspezialisten wie VMware oder Citrix plädieren ausserdem für virtuelle Desktop-Umgebungen. Diese arbeiten unabhängig von der Client-Hardware und sind an jedem Ort verfügbar, an dem ein Internetzugang vorhanden ist.

«Solche Workspace-Services gibt es bereits, und sie sind mehr als eine schnell umgesetzte ‹Rundum-sorglos›-Kombination von Geräten und Software», sagt etwa Michael Krause, Geschäftsführer des IT-Beratungshauses TAP.DE. «Solche Dienste beinhalten neben dem virtuellen Arbeitsplatz, der auf die persönlichen Anforderungen des Mitarbeiters abgestimmt ist, auch die Geräteunabhängigkeit.» Krause zufolge eignet sich das Workspace-Modell insbesondere für Unternehmen mit vielen mobilen Mitarbeitern sowie Beschäftigten, die vom Homeoffice aus auf ihre Desktop-Umgebung zugreifen wollen.

PCaaS steht noch am Anfang

Derzeit nutzt den Marktforschern von IDC zufolge in den USA etwa ein Viertel der Unternehmen bereits das Mietmodell PC as a Service. In der Schweiz dürften es noch deutlich weniger sein. Ob PC-as-a-Service beziehungsweise Device-as-a-Service zu einem Erfolg wird, ist deshalb noch nicht absehbar. Die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht, zumal Unternehmen IT-Fachkräfte für wichtigere Aufgaben benötigen, als Computer einzukaufen oder neue Notebooks mit Software zu bestücken.

Allerdings erfordert ein Mietmodell wie PCaaS, ebenso wie jedes andere As-a-Service-Angebot, vom Unternehmen erst einmal eine sorgfältige Analyse und Planung. Sonst besteht die Gefahr, dass man eine Dienstleistung bucht, die das Unternehmen möglicherweise kaum benötigt, sie aber erst einmal für ein paar Jahre bezahlen muss. In diesem Fall würde PC-as-a-Service dann schnell zu einem kostspieligen Modell für das Unternehmen werden, das sich alles andere als rechnet und einfach nur viel Geld kostet.

Hinweis: Der Artikel ist ursprünglich in unserer deutschen Schwesterpublikation com!professional erschienen.

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KOMMENTARE

Matthias Wohlgemuth: 25-09-17 10:42

Wir setzen unsere Clients (auch Notebooks) 5 Jahre ein. Insofern wird Hardware-as-a-Service wohl eher teurer sein...

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