Hardware-as-a-Service wird zum Trend

» Von Bernd Reder, 22.09.2017 17:30.

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Unterschiedliche Auswahl

Was die Palette der Endgeräte betrifft, so gibt es zwischen den Anbietern deutliche Unterschiede. Daher gilt auch hier: Unternehmen müssen ermitteln, welche Komponenten und damit welche Anbieter für sie infrage kommen. Neben dem Preis spielen dabei auch Faktoren wie die vorhandene Client-Infrastruktur eine Rolle oder spezielle Anforderungen in Bezug auf integrierte Sicherheitsfunktionen. So sind etwa TPM-Chips (Trusted Platform Module) nur in Business-Systemen vorhanden.

Microsoft stellt im Rahmen von WaaS seine Tablets und Notebooks der Reihe Surface Pro und Surface Book bereit, auf Wunsch mit ergänzenden Peripheriegeräten. Noch offen ist, ob das Angebot auf andere Produkte ausgeweitet wird, beispielsweise auf den neuen Surface Laptop oder den All-in-one-Rechner Surface Studio.

HP, Dell und Lenovo zählen zu den weltweit grössten Anbietern von PCs, Notebooks und Tablets. Dementsprechend umfangreich ist die Auswahl an Systemen.

Dell: individuelle Lösungen

Dells PCaaS-Modellpalette besteht beispielsweise derzeit aus zwei Notebooks (Latitude 5480 und 7480), einem Arbeitsplatzrechner (Optiplex 3050 Micro) und einer Workstation der Precision-Reihe. «Wir stellen aber auch massgeschneiderte Lösungen auf Basis aller anderen Produkte bereit», sagt Ulrike Rueger von Dell. Für Mittelstandskunden hat Dell zudem standardisierte PCaaS-Pakete aufgelegt. Ein Manko: Bereits vorhandene Clients von Dell lassen sich nicht nachträglich in den PCaaS-Vertrag aufnehmen. «Nur so können wir den gesamten Lebenszyklus abdecken», begründet Rueger das. Die Hauptzielgruppen von Dells PCaaS-Angebot sind mittelständische und grössere Unternehmen. Ein Mindestabnahme-Kontingent von Systemen gibt es Rueger zufolge aber nicht. Das heisst, ein Unternehmen kann gegebenenfalls auch nur 50 oder 100 Rechner im Rahmen des PC-as-a-Service-Modells ordern.

HP: vom Notebook bis zur Kasse

«DaaS umfasst das gesamte kommerzielle Portfolio von HP-Computing-Produkten, von Desktops über Notebooks und Workstations bis hin zu Kassensystemen», erläutert Florian Beiter von HP. Auch Drucker und Multifunktionssysteme werden im Rahmen von Device as a Service zur Miete angeboten. Damit ist das Angebot von HP breiter aufgestellt als das einiger Mitbewerber.Unternehmen können zudem bereits vorhandene Systeme in einen DaaS-Vertrag mit aufnehmen lassen. Eine Besonderheit ist, dass Kunden neben HP-Systemen auch Endgeräte von Apple mieten können, vorzugsweise mobile Systeme wie iPhone und iPad sowie die Apple Watch. Es sind aber auch Rechner von Apple verfügbar, zum Beispiel Macs und MacBooks.

In puncto Zielgruppe zeigt sich HP ebenfalls offen. So steht für kleine Unternehmen mit HP Subscription eine einfachere, standardisierte Version von DaaS zur Verfügung. Grösseren Kunden stellt der Anbieter individuelle Pakete bereit.Die Voraussetzung dafür: ein Auftragsvolumen von mindestens 450'000 bis 500'000 Euro. Bei kleineren Unternehmen liegt der Mindestbestellwert über die Vertragslaufzeit hinweg bei etwa 2500 Euro.

Lenovo: drei Kategorien

Auf den eigenen Hardware-Pool konzentriert sich Lenovo. Der ist allerdings umfangreich. Nutzer können Desktop-Rechner, Workstations, Tablets und Notebooks abonnieren. Um die Auswahl einfacher zu machen, hat der Anbieter drei Preis- und Leistungskategorien definiert: Standard, Professional und Executive. Je nach Service-Vertrag stehen beispielsweise Notebooks wie das Thinkpad X1 Carbon und das Thinkpad X1 Yoga, das Miix 700, das Thinkpad T460 Ultrabook oder der M900 Tiny Desktop zur Auswahl. Ebenso wie die Mitbewerber liefert Lenovo die Systeme mit der Windows-10-Version aus, die der Kunde haben möchte. Dazu zählt auch Windows 10 Signature, das keine Zusatz-Tools von Lenovo enthält. Auch Windows 7 Pro ist auf Wunsch noch verfügbar.

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KOMMENTARE

Matthias Wohlgemuth: 25-09-17 10:42

Wir setzen unsere Clients (auch Notebooks) 5 Jahre ein. Insofern wird Hardware-as-a-Service wohl eher teurer sein...

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