Happy Birthday, Lisa!

Am 19. Januar 1983 präsentierte Apple den ersten Rechner mit graphischer Benutzeroberfläche und Mausbedienung. Nach nur zwei Jahren wurde der Lisa zwar eingestellt - Geschichte hat der Rechner trotzdem geschrieben.

Apples Lisa, auf dem eine externe Apple ProFile HD sitztApples Lisa, auf dem eine externe Apple ProFile HD sitzt

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» Von Fabian Vogt , Walter Kuntner / PTE, 18.01.2013 12:00.

Ohne Lisa kein iMac 

Die Idee für Lisa wurde erstmals 1978 formuliert, der Name geht auf Steve Jobs Tochter zurück, auch wenn Apple damals das Acronym " Local Integrated System Architecture" verbreitete. Das ursprüngliche Konzept wurde jedoch während der Entwicklung radikal geändert. Zwei Besuche von Steve Jobs bei Xerox hatten genügt, alles über Bord zu werfen und die Pläne für die Maschine völlig umzukrempeln. Ziel: Einen Computer zu bauen, der so einfach zu bedienen sein sollte, dass selbst Laien in verwenden konnten. Maussteuerung, Symbole zum Klicken statt Befehlseingabe, Pop-up Menüs... 

Die Lisa-Entwicklung ging sehr langsam voran und bald war allen klar, dass weder Auslieferungstermin noch geplanter Verkaufspreis 2.000 Dollar) einzuhalten waren. Am 19. Jänner 1983 zeigte Apple auf der Aktionärsversammlung erstmals den Lisa - der Preis war allerdings um das Fünffache explodiert. Dafür wurde er gleich mit einer ganzen Suite an Programmen geliefert: LisaCalc, LisaGraph, LisaDraw, LisaWrite, LisaProject und LisaList. Um den hohen Verkaufspreis zu senken wurde noch im selben Jahr die Software aus dem Bundle genommen. 1984 erschien das Modell Lisa 2, das schliesslich in Macintosh XL umbenannt und bald danach endgültig eingestellt wurde. 

Nach der Vorstellung des Macintosh ein Jahr danach, gab es Bausätze mit denen Anwender ihren Lisa zum Mac umrüsten konnten, wie Richard Hornung (Leiter Apple-Service ToolsAtWork) erzählt. "Für die damals mitgelieferte Software war die Geschwindigkeit ausreichend, im Vergleich mit Visicalc oder Multiplan auf einem Apple II oder III ist der Lisa nahezu geflogen", erinnert er sich und teilt die immer wieder geäusserte Kritik an der Performance des Lisa nicht.

Vom Lisa zum Macintosh 

Der erste Macintosh und der Lisa waren vom selben Motorola 68000 Prozessor angetrieben; so konnte das Entwicklerteam des Macintosh nach der Einstellung des Lisa leichter auf dessen Technologien und Softwarelösungen zurückgreifen und sie für das Mac-Betriebssystem adaptieren. In der Computergeschichte gilt der Computer als erster kommerzielle Rechner mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus. Aus heutiger Sicht steht der Lisa am Anfang der All-In-One Computer von Apple und kann daher als Vorläufer des iMac gesehen werden. (www.pressetext.com)

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