«HackZurich»: Coden bis die Augen zufallen

Dieses Wochenende treffen sich im Zürcher Technopark rund 400 Jungprogrammierer zum grössten Hackathon der Schweiz, der HackZurich. Update: Gewonnen hat das Projekt Immersive mit einer Browser-basierten Rundumansicht.

» Von Jens Stark , 12.10.2014 20:47.

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Freitag abend ist der Startschuss zum Hackathon «HackZurich» gefallen. Gegen 400 Coder werden ein Wochenende lang um die Wette programmieren. «Es handelt sich um die grösste derartige Veranstaltung, die je in der Schweiz stattgefunden hat», erklärt Rasmus Rothe, ETH-Doktorant und Mitorganisator des Events, der heuer im Zürcher Technopark stattfindet, nicht ohne Stolz.

Der Andrang sei gross gewesen, wissen die Veranstalter zu berichten. Bereits 10 Tage, nachdem die Bewerbungsseite ans Netz ging, sei der Hackathon bereits ausgebucht gewesen, erklärt Mitorganisator Maximilian Fischer. 600 Leute hätten sich gemeldet, gut 400 von ihnen seien schlussendlich zugelassen worden. Zum Vergleich: Der letztjährige Event wurde von gut 85 Jungprogrammierern besucht.

Eine der ersten Anmeldungen sei von einem 17-jährigen Schüler gekommen, der bereits an einem Programmierwettbewerb von Apple teilgenommen hatte. Allzu gross ist die Altersspanne an der HackZurich aber nicht. Diese reiche von besagtem Schüler bis zum Software-Engineer mit 4 Jahren Berufserfahrung, meint Rothe. Die allermeisten Teilnehmer seien aber Studenten, wobei gut die Hälfte aus Zürich stammt. Die restlichen Teilnehmer kommen aus anderen Schweizer Orten und dem nahen Ausland. «Da es gilt, das ganze Wochenende durchzuarbeiten, handelt es sich hauptsächlich um Studenten, die das Schlafmanko danach kompensieren können», sagt Rothe. Zwar gibt es Schlafräume und einige Teilnehmer haben neben dem Laptop einen Schlafsack dabei. «Die Idee ist aber, dass die Leute wenig schlafen», fügt Rothe schmunzelnd an.

Als Preis winkt am Sonntag für die am besten umgesetzte Coding-Idee eine generelle Auszeichnung. Zudem kann man sich für die Preise von einigen der insgesamt 45 Sponsoren bewerben. Deren Aufgaben sind auch recht unterschiedlich. Zühlke hat zusammen mit Swisscom eine Autorennbahn aufgestellt. Für die einzelnen Modell-Rennautos gilt es eine Steuerung zu entwerfen, welche die Fahrzeuge optimal durch den Parcours führt. Auch Industriegrössen wie Apple und Google sind mit von der Partie und ganz offensichtlich auf der Suche nach Programmiertalenten. Apple will etwa, dass die Teilnehmer Software für die iPhone-Kamera schreiben, Google sucht auf gleichem Weg nach Ideen für seine Smartwatch Android Wear. Allerdings geht es bei der Veranstaltung nicht nur rein ums Coden. Die Teilnehmer müssen auch Teamfähigkeit beweisen. Viele werden sich zu Adhoc-Teams zusammenschliessen.

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