Green-IT: Nachhaltigkeit in der IT-Branche

Nachhaltigkeit spielt aktuell in vielen Unternehmen eine wichtige Rolle. Dabei ist das Potential für nachhaltiges Handeln in der IT-Branche mit am grössten.

» Von Fin Johansson, 11.11.2016 00:04.

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Das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Nicht ganz zu Unrecht, da die Ressourcen unseres Planeten begrenzt sind. Strom, sauberes Wasser, gesunde Nahrung und eine intakte Umwelt ist längst nicht überall selbstverständlich. Wer sich da als Unternehmen umweltbewusst zeigt, hinterlässt bei vielen der Kunden einen positiven Eindruck. Nicht zuletzt ist es dieser Image-Gewinn, der Nachhaltigkeit zum aktuellen Thema macht. Es gibt kaum ein Unternehmen mehr, dass keinen Wert auf nachhaltiges Handeln legt. Dabei weist gerade der IT-Bereich ein hohes Potential auf den ökologischen Fingerabdruck positiv und nachhaltig zu beeinflussen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit beinhaltet ein bewusstes, verantwortungsvolles Handeln, welches die vorhandenen Ressourcen schont. Der Gedanke dazu stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Dort formulierte Hans Carl von Carlowitz im frühen 18. Jahrhundert die Empfehlung, nicht mehr Holz zu ernten, als auch wieder nachwachsen kann.

Durch dieses Handeln sollten die Ressourcen des Waldes geschont werden, damit für die Zukunft genug Holz zum Ernten erhalten bleibt. Dieses Prinzip wurde im Laufe der Zeit auf alle anderen Bereiche ausgedehnt und als ein allgemeingültiges Ziel deklariert. Eine Weiterentwicklung davon ist das Drei-Säulen-Modell. Hierin werden die Aspekte des nachhaltigen Handelns aus der Ökologie, der Ökonomie und dem Sozialbereich vereint.

Nachhaltigkeit im ökologischen Bereich bedeutet mit den Ressourcen aus der Natur verantwortungsbewusst umzugehen. Dazu gehören untere anderem:

  • Einsparung an Energie
  • Erhöhung der Energieeffizienz
  • Nutzung regenerativer Energien
  • Verringerter Verbrauch an Materialien wie Papier, Kunststoff, Druckerfarbe etc.
  • Einsparung an Wasserverbrauch
  • Verringerte Wasserverschmutzung

Im ökonomischen Bereich gehört zum nachhaltigen Handeln die Förderung einer umweltfreundlichen Produktion und einer verantwortungsbewussten Unternehmerschaft dazu. Das Ziel ist es, ein Wirtschaftssystem zu formen, das langfristig erfolgreich ist. Dazu gehört die Anwendung des ökologischen und sozialen nachhaltigen Handelns. Grundlegende Ziele sind:

  • Hoher Beschäftigungsgrad
  • Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht
  • Preisstabilität

Nachhaltigkeit im sozialen Bereich bedeutet den Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem:

  • Eine faire Bezahlung
  • Gute Arbeitsbedingungen
  • Abbau von Diskriminierungen

Insgesamt werden beim Thema Nachhaltigkeit alle drei Bereiche mit angesprochen. Der ursprünglichste der Bereiche, der ökologische Aspekt, wird dabei meist schwerer gewichtet.

Woher kommt der Trend zum grünen Wirtschaften?

Ohne ein verantwortungsbewusstes Handeln im ökologischen Bereich, sind automatisch auch die anderen beiden Säulen, die Ökonomie und das Soziale betroffen. Eine intakte Umwelt ist die Grundvoraussetzung für das funktionieren und überleben eines Wirtschaftssystems und einer Gesellschaft.

Dieses Bewusstsein hat sich in den Unternehmen und in der Gesellschaft durchgesetzt. Es gibt einen allgemeinen Trend zu einem umweltbewussteren Handeln. Dies äusserst sich in der Bevölkerung durch veränderte Kaufgewohnheiten, Mülltrennung und dem Versuch weniger Verpackungsmüll zu produzieren. Der Blick wird dabei auch auf die Unternehmen geworfen. Leben die Unternehmen eine ökologische Nachhaltigkeit vor, wird dieses von der Bevölkerung und damit von Kunden und potentiellen Kunden als positiv bewertet und durch Kaufverhalten belohnt.

Immer mehr Unternehmen folgen daher dem Trend zum „Green Business“ und nehmen ihre Verantwortung im Umweltbereich wahr. Dabei existieren zwei unterschiedliche Ansatzpunkte:

Im engeren Sinne umfasst Green Business die Herstellung ökologischer Produkte wie Solarzellen. Im weiteren Sinne umfasst er das Einbeziehen umweltfreundlicher Kriterien in den Betriebsalltag. Dazu werden die einzelnen Schritte in einem Unternehmen analysiert und nach ökologischen Gesichtspunkten optimiert. Welche Ressourcen werden in der Wertschöpfungskette eingesetzt und könne eingespart oder durch umweltfreundlichere ersetzt werden? Wie können Transportwege eingespart werden? Wie könne interne Abläufe verbessert werden?

Beides sorgt für eine Imagesteigerung des Unternehmens bei Kunden und potentiellen Kunden.

Wieso sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz gerade für die IT-Branche sinnvoll?

Die Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln sind im IT-Bereich mit am grössten. Während Unternehmen für „Green Business“ hauptsächlich ihre Wertschöpfungskette optimieren, ist „Green IT“, als ein Unterpunkt von „Green Business“, mit der Optimierung der IT-Infrastruktur verbunden.

Die digitale Vernetzung untereinander macht die IT zu einem ständigen Begleiter der meisten Unternehmen. Ihr Verbreitungsgrad macht es mittlerweile unmöglich, sie aus einem Unternehmen völlig wegzudenken. Computer, Server bis hin zu ganzen Rechenzentren müssen in Stand gehalten und verwaltet werden. Eine der wichtigsten Ressourcen, die in der „Green IT“ eingespart werden kann ist Energie.

Durch Effizienzsteigerungen im Rechenzentrum oder den einzelnen Büros, kann der Stromverbrauch reduziert werden. Aber auch andere Ressourcen wie Papier oder Dienstwege können durch den gezielten Einsatz von IT eingespart werden. Da sich der IT-Bereich durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung immer mehr verbreitet, werden auch die dadurch gegebenen Einsparpotentiale immer höher. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Einsparungen an Ressourcen im IT-Bereich gleichzeitig gut für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und für die Umwelt sind. Dies macht Green-IT für alle Unternehmen interessant. Dabei gilt: Je höher der IT-Anteil eines Unternehmens ist, desto interessanter und gewinnbringender ist die Anwendung von Green-IT.

Die Wertschöpfungskette im IT-Unternehmen muss an den Nachhaltigkeitsgedanken angepasst werden

Allerdings gilt auch für ein reines IT-Unternehmen, dass die Wertschöpfungskette nach dem ökologischen Gedanken optimiert werden muss. Es gibt verschiedene Aspekte die dabei näher beleuchtet werden sollten:

  • Die Anpassung der Ressourcen
  • Die Anpassung interner Abläufe
  • Die Anpassung der Logistik
  • Zusätzliches „grünes“ Potential in der Wertschöpfungskette

Alle Aspekte gilt es zuerst zu analysieren, um sie dann optimal anpassen zu können.

Die Anpassung der Ressourcen

Ein Blick ins Unternehmen zeigt, welche Ressourcen hier hauptsächlich Verwendung finden. In einem IT-Unternehmen werden dies zum grössten Teil elektronische Geräte sein. Die Ausstattung der Büros sollte nicht mit alten Rechnern und Monitoren erfolgen, die viel Energie verbrauchen. Bessere Alternativen sind Thin-Clients mit Flachbildschirmen oder Notebooks. Ebenso gehören viele der elektronischen Grossgeräte wie Drucker, Kopier- und Faxgeräte zu den grossen Energieverbrauchern. Wenn noch nicht geschehen, sind hier Einsparmöglichkeiten gegeben, in dem ein Multifunktionsgerät verwendet wird, welches alle Funktionen in einem Gerät vereint.

Um weiteren Strom einzusparen, können die Büros ebenfalls mit Bewegungssensoren ausgestattet werden, die dafür sorgen, dass beim Verlassen des Büros Licht und Heizung automatisch ausgeschaltet werden. Bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes kann von Anfang an für eine gute Ausleuchtung gesorgt werden. Ein Platz am Fenster ist zu bevorzugen, da Lichtquellen oft erst gar nicht eingeschaltete werden müssen. Bei den Lichtquellen selber, gehören hochwertige LEDs zu den langfristig kostengünstigsten Lösungen.

Andere Einsparmassnahmen finden sich häufig in den Serverräumen und Rechenzentren. Die Räumlichkeiten mit den Serverschränken müssen aufwendig gekühlt werden, um eine konstante Temperatur zu gewährleisten. Der landesweite Energieverbrauch aller Rechenzentren mit mindestens elf Servern macht insgesamt 3 Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs aus. Daraus wird ersichtlich, wie deutlich die effektiven Ressourceneinsparungen tatsächlich sein werden. Einige Massnahmen die zu einer optimierten Klimatisierung und eine Einsparung führen sind:

  • Free Cooling (Nutzung von Kaltluft und kaltem Wasser aus der Umwelt)
  • Nutzung energieeffizienter Geräte
  • Optimierung der Serverauslastung durch Virtualisierung
  • Anhebung der Raumtemperatur
  • die richtige Standortwahl von Serverschränken und Klimagerät

Durch Überwachung des Energieverbrauchs der elektronischen Geräte können Klimasünder schneller identifiziert und wenn möglich ausgetauscht werden. Insgesamt wird dadurch ein landesweites Einsparpotential von 700 GWh geschätzt, dies entspricht 42 Prozent des Jahresverbrauchs dieser Rechenzentren.

Die Anpassung interner Abläufe

Die Anpassung interner Abläufe sorgt ebenfalls für eine Einsparung im Ressourcenverbrauch. Auch hier ermöglicht die IT ein hohes Einsparpotential. Die neuen Medien bringen ganz andere Kommunikationsmöglichkeiten mit sich, als es sie noch vor wenigen Jahrzenten gab. Statt des postalischen Verkehrs können immer häufiger E-Mail eingesetzt werden. Auch Konferenzen, an denen andere Firmenmitarbeiter beteiligt sind könne digital mit Online-Meetings abgehalten werden. So werden Arbeitswege gespart, die Zeit und Energie sparen. Wer nicht mit dem Auto zum Meeting fährt, spart Sprit und schont die Umwelt.

Durch die Digitalisierung kann zudem einiges an Papier eingespart werden. Manuels und Reporte können am Bildschirm gelesen werden und erfordern nicht extra einen Ausdruck. Dies spart gleich in mehrfacher Hinsicht Ressourcen. Es müssen weniger Bäume gefällt werden, um Papier zu produzieren und es entsteht weniger CO2, da durch weniger Papier auch weniger an Müll entsteht, und somit am Ende weniger Müll in den Verbrennungsanlagen verbrannt werden muss.

Auch ein regelmässiges Training der Mitarbeiter, zur Schulung des Umweltbewusstseins, kann zu einem verringerten Verbrauch an Ressourcen und einer verringerten Produktion an Abfällen führen.

Ein Element, welches den Umweltschutz fest in Unternehmen verankert und auch nach aussen hin als solches erkannt wird ist das Umweltmanagement. Dadurch wird:

der Umweltschutz im Unternehmen etabliert

Umweltbelastungen minimiert

Das Image verbessert

In der Umweltmanagementsystem-Norm ISO 14001 sind dazu weltweit gestellte Anforderungen festgelegt und festgeschrieben. Die Ziele der Norm sind unter anderem die Umweltleistungen eines Unternehmens zu verbessern und Kontroll- und Korrekturprozesse zu etablieren.

Die Anpassung der Logistik

Für den Transport der produzierten oder eingekauften Waren gilt, je mehr Leerfahrten vorkommen, desto schlechter ist dies für die Umweltbilanz und auch für den Geldbeutel. Auch hier müssen daher die Prozesse optimiert werden. Leerfahrten können durch eine gute Organisation oder die Verwendung entsprechender Logistik-Software vermieden werden.

Ein weiterer Punkt ist der zurückgelegte Transportweg. Auch hier können Ressourcen gespart werden, indem die Transportwege effizient gewählt und auf unnötige Umwege verzichtet wird. Eine Ausstattung der Lieferwagen mit entsprechender Elektronik kann bei der zeitgenauen Planung der Abläufe und Lieferungen helfen.

Ebenso sollte erwogen werden bei einigen der Produkte, eine Übermittlung über den Internetzugang anzustreben. So müssen Softwareprodukte nicht unbedingt aufwendig auf einen Rohling gepresst und versendet werden, sondern können auf einer Plattform zum Download angeboten werden.

Zusätzliches „grünes“ Potential in der Wertschöpfungskette

Neben diesen Kriterien, die Green-IT im weiteren Sinne darstellen, sollte auch „Green-IT“ im engeren Sinne nicht aussen vor gelassen werden. Dazu zählen alle IT-Produkte des Unternehmens, die die Nachhaltigkeit in direkter Weise unterstützen. Auch hier liegen IT-Unternehmen mit ganz vorne. Je stärker die Digitalisierung voranschreitet, desto wichtiger werden optimale Software-Lösungen.

Ein Beispiel ist die Entwicklung von Anwendungssoftware für Logistikunternehmen. Durch diese Software lassen sich Transportprozesse verbessern und Wege und Zeiten optimal aufeinander abstimmen. Ebenso spielen intelligente Softwarelösungen eine Rolle bei modernen Wohnformen wie Smart-Home. Hierbei werden entsprechende Geräte mit einer Software angesteuert. Heizkörper können programmiert und je nach Tages- oder Uhrzeit an- oder ausgeschaltete werden, Fenster können mit elektrischen Systemen bei Unwetter oder Tageszeitabhängig geschlossen werden, Lichtsensoren können nach Bedarf programmiert werden. Es gibt eine wachsende Anzahl an Optionen, wie Green-IT in direkter Weise genutzt wird und Energie einspart.

Selbst bei ganz alltäglichen Nutzgegenständen spielt Green-IT mittlerweile eine Rolle. So werden bei Smartphones möglichst energieeffiziente Technologien verwendet, um eine möglichst lange Nutzungsdauer des Akkus zu garantieren. Displays werden auf niedrigen Energieverbrauch hin optimiert und umweltbelastende Stoffe in den Geräten reduziert. So wird dem Nachhaltigkeitsgedanken schon bei der Fertigung eines Smartphones mit Rechnung getragen.

Optimalerweise führen IT-Unternehmen beide Formen der Green-IT zusammen und produzieren nicht nur ökologisch vorteilhafte Software oder Elektronik, sondern leben Green-IT auch in ihrer gesamten Unternehmensstruktur.

Wie der Bund den Weg zur Green-IT unterstützt

Gerade zu Zeiten des Klimawandels und des immer weiter steigenden Energiebedarfs ist der ressourcenschonende Umgang mit Energie ein wichtiger Punkt in Sachen Nachhaltigkeit. Der Bund hat sich daher in den letzten Jahren vermehrt mit dem Thema Energie beschäftigt und unterstützt Energie-Sparmassnahmen, von denen Unternehmen und Umwelt profitieren.

Die Schweiz hat in ihrer Verfassung die Einsparung an Energie verankert

Bereits 1990 wurden dazu erste energiepolitische Anforderungen in der schweizerischen Verfassung verankert. Bund und Kantone haben sich verpflichtet durch geeignete Rahmenbedingungen die Energiewirtschaft und Energieversorgung zu ermöglichen. Durch entsprechende Zielvorgaben sollten die Rahmenbedingungen optimiert werden, um für die Schweiz eine sichere und kostengünstige Energieversorgung sicherzustellen. Über die konkrete Zielformulierung wurde nach dem Vorfall in Fukushima noch einmal ausgiebig diskutiert und in der „Energiestrategie 2050“ festgehalten.Grundsätzlich gilt, dass eine sichere und kostengünstige Energieversorgung gewährleistet sein soll. Ursprünglich geplante Energiekraftwerke wurden nicht umgesetzt. Dafür begann die verstärkte Förderung von erneuerbaren Energieformen. Zusätzlich ist der landesweite Gesamtenergieverbrauch bis 2035 um 43 Prozent zu senken. Als Basisjahr, auf das sich hier bezogen wird gilt das Jahr 2000.

Der Bund zeigt Vorbildfunktion

Um beim Umgang mit Energieressourcen verantwortungsvoll umzugehen, hat sich der Bund entschlossen als Vorbild voranzugehen. Dazu wurde 2012 die Koordinierungsgruppe Energie-Vorbild Bund ins Leben gerufen.

Es wurden Arbeitsgruppen in den Bereichen

  • Mobilität
  • Rechenzentren
  • Green-IT

geschaffen.

Die Koordinierungsgruppe verbindet diese einzelnen Arbeitsgruppen und fasst die dort erarbeiteten Massnahmen und Ideen in einem Aktionsplan zusammen. Ziel ist es ausgehend von dem Basisjahr 2006 die Energieeffizienz bis 2020 um 25 Prozent zu verbessern.

Erste Ergebnisse zeigten bereits bis Ende 2015 eine gesteigerte Energieeffizienz von durchschnittlich 26,7 Prozent. Beteiligt waren der ETH-Bereich, die Post, SBB, Swisscom, Skyguide, VBS und die zivile Bundesverwaltung (ZBV). Die vorgenommenen Projekte und Massnahmen waren bis zu dem Zeitpunkt zu 67 Prozent umgesetzt. Auch wenn damit das Ziel für 2020 bereits übertroffen wurde, wird weiter an der Umsetzung der Massnahmen gearbeitet und eine weitere Steigerung der Energieeffizienz angestrebt.

Die bisher eingesparte Energie entspricht zusammen etwa 2 Prozent des schweizerischen Gesamtenergieverbrauchs. Die Bereiche in denen die Energie eingespart wurde stammen aus dem Aktionsbereich:

  • Gebäude und erneuerbare Energien

Umstieg auf die Verwendung von Ökostrom

Energetische Sanierungen

  • Mobilität:

Nutzung von Gasfahrzeugen

Förderung von Home-Office

  • Rechenzentren:

Förderung der Abwärmenutzung / bessere Kühllösungen

Vermehrte Servervisualisierungen

  • Green-IT:

Weiterverwendung von Geräten

Evaluation neuer Technologien

Förderprogramme

Die Förderprogramme resultieren unter anderem aus den festgeschriebenen Zielesetzungen. Sie dienen dazu, Regionen und Unternehmen zum Energiesparen zu motivieren. Einige der aktuellen Förderprogramme sind:

  • Energie-Region
  • Projektförderung für Energiestädte
  • ProKilowatt
  • Gebäudeprogramm

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat 2012 das Förderprogramm „Energie-Region“ ins Leben gerufen. Energiestädte, die mit ins Programm aufgenommen wurden können sich für innovative Projekte bewerben und finanzielle Unterstützung anfragen.

Insgesamt hat das BFE 24 Regionen in das Programm „Energie-Region 2016 – 2019“ aufgenommen. Darin enthalten sind 235 Gemeinden, die sich bei Bedarf um förderwürdige Projekte bewerben dürfen. Dieses Jahr haben sich 86 der Energiestätte um eine Förderung von Projekten beworben. Bei 60 der Projekte aus den Bereichen Mobilität, Energieeffizienz, Kommunikation und erneuerbare Energie, wurde die Förderung bewilligt.

Insgesamt beträgt der Etat zur Projektförderung 700‘000 Franken, die sich auf die einzelnen Projekte und Gemeinden verteilen. Die maximale Förderbewilligung entspricht 40 Prozent des Gesamtetats. Üblicherweise liegen die Förderbeträge jedoch zwischen 3‘000 und 5‘000 Franken. Aktuell können im Rahmen des Programms „Projektförderung für Energiestädte“ noch Anträge für eine finanzielle Unterstützung innovativer Projekte für 2017 eingereicht werden. Der Anmeldeschluss ist der 30. September 2016. Voraussetzung ist eine Zertifizierung der Gemeinde als Energiestadt.

Das BFE fördert ebenso den Einsatz energieeffizienter Technologien. Mit dem Projekt „ProKilowatt“ können sich Unternehmen im Rahmen einer Ausschreibung um eine Förderung ihres Projekts bewerben. Einige der bisher geförderten Projekte waren:

  • Wärmerückgewinnung aus Milchkühlung
  • Effizienzmassnahmen im Elektrizitätsbereich
  • Aufbau eines Energiemanagements
  • Wärmepumpenboiler

Generell können alle Projekte, die zu Energieeinsparungen führen angemeldet werden. Zudem ist es möglich statt einer Projektidee auch eine Programmidee anzumelden. Sollten Unklarheiten bezüglich des eigenen Projekts bestehen, ist es ratsam beim BFE nachzufragen. Die nächsten Projekte können im Frühjahr 2017 angemeldet werden. Desweitern werden auch Einsparmassnahmen am Gebäude unterstützt. Für eine Verbesserung der Wärmedämmung oder eine Umstellung der Heizanlagen auf erneuerbare Energiequellen können ebenfalls Fördergelder beantragt werden.

Nachhaltigkeit wird damit für immer mehr Unternehmen rentabel. Selbst wenn keine Fördergelder fliessen, werden durch spätere Einsparmassnahmen und einem Image-Gewinn langfristig mehr Gewinne erwirtschaftet.

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