Google-Schwester Waymo arbeitet auch an autonomen Lastwagen

Die selbstfahrenden Autos von Waymo sind schon seit Längerem auf amerikanischen Strassen unterwegs. Jetzt will die Google-Tochter auch LKWs mit Laser-Radaren ausrüsten.

» Von lp, sda, 02.06.2017 10:50.

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Bei der Google-Schwesterfirma Waymo wird neben den bekannten Roboterautos auch an selbstfahrenden Lastwagen gearbeitet. Das Unternehmen bestätigte das der Website «Buzzfeed», nachdem ein Test-Lastwagen auf einer Strasse fotografiert wurde.

Er sei dabei von einem Menschen gesteuert unterwegs gewesen, um Daten zu sammeln, hiess es. Waymo prüfe derzeit, wie die Technologie in Lastwagen integriert werden könne. Derzeit werde nur ein Lastwagen getestet. Die Google-Roboterwagen kamen 2009 auf die Strasse.

Auch andere Firmen wie das Start-up Embark arbeiten an selbstfahrenden Lastwagen. Die meiste Aufmerksamkeit hatte dafür aber bisher das Start-up Otto bekommen, das im vergangenen Jahr von ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet worden war. Der Otto-Lastwagen stellte sogar medienwirksam im autonomen Betrieb eine Ladung aus 50'000 Dosen Bier zu, auch wenn die Autobahn-Fahrt von einem Polizei-Konvoi abgeschirmt worden war.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kaufte Otto für 680 Millionen Dollar und machte Mitgründer Anthony Levandowski zum Chef seines Roboterwagen-Programms. Levandowski ist ein führender Entwickler der Laser-Radare, mit denen die selbstfahrenden Fahrzeuge ihre Umgebung erkennen. Bevor er das Start-up Otto gründete und zu Uber stiess, verdiente er seine Sporen beim Google-Roboterwagen-Programm Waymo ab. Levandowski war dessen Mitgründer und technischer Leiter.

Mediale Aufmerksamkeit kam ihm jüngst zuteil, weil er vor seinem Abgang bei Google in grossem Stil vertrauliche Unterlagen heruntergeladen habe. Als herauskam, dass Uber mit der Technologie von Waymo arbeitet, ging Google vor Gericht. Levandowski machte in dem Verfahren von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern, wenn man sich damit selbst belasten könnte. Kurz darauf musste er seinen Platz beim Fahrdienst-Vermittler räumen.

Die Weiterentwicklung der Otto-Lastwagen hat für Uber laut Medienberichten derzeit keine Priorität und auch an der Lastwagen-Ausführung des Laser-Radars wird Prozessunterlagen zufolge nicht mehr weitergearbeitet.

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