Google: Hightech-Brille wird Realität
An der Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco hat Google die Netzwerk-fähige Hightech-Brille gezeigt. Ab 2012 können erste Programmierer zum Cyborg mutieren, für stolze 1500 Dollar.
Google-Mitgründer Sergey Brin demonstrierte die Cyborg-Brilleweitere Artikel
» Von , 28.06.2012 10:58.
Kein geringerer als Google-Mitgründer Sergey Brin hat während seiner Präsentation an der Entwicklerkonferenz I/O den Schleier über der Hightech-Brille des Suchmaschinenspezialisten gelüftet. Das erste Produkt aus dem «Project Glass» genannten Entwicklungsvorhaben ist aber noch nicht für die Allgemeinheit gedacht. «Das ist noch kein Gerät für Endverbraucher», meinte Brin. «Vielmehr ist es gedacht für Leute, die technisch an der vordersten Front stehen», sagt er weiter und macht der versammelten Entwicklerschar den Mund wässrig.
Die Brille soll denn Anfang 2013 ausschliesslich für Teilnehmer der diesjährigen I/O erhältlich sein, und das auch nur in den USA. Grund für letztere Einschränkung sind laut Brin regulatorische Probleme in Bezug auf die elektromagnetischen Emissionen der Cyborg-Brille.
Demonstriert wurde die Brille dann an Hand von vier Fallschirmspringern, die alle die Hightech-Brille trugen und vor dem Konferenzzentrum in San Francisco landeten. Die Bilder, welche ihre Augengläser aufnahmen, wurden direkt in den Vortragssaal übertragen. Dasselbe taten auch Kletterer, die sich am Gebäude abseilten, sowie eine Horde Mountain-Biker. Sie alle kamen schlussendlich auf die Bühne und wurden von einem erleichterten Brin begrüsst.
Schliesslich hätte die Demo auf 500 Arten schief gehen können, gab der Google-Mitgründer zu. Die Brillen kommunizierten über eingebaute WLAN- und Bluetooth-Kommunikation. Das Datennetz der Mobilfunkbetreiber können zwar ebenfalls verwendet werden, wie Brin anschliessend erzählte. «3G funktioniert aber nicht mehr, wenn man sich oberhalb einer Höhe von 1000 Fuss aus dem Flugzeug stürtzt und mit einer Geschwindikeit von 120 Meilen pro Stunde Richtung Erdoberfläche rast», begründet er. Für die Demo verwendete Google daher einige «selbstgemachte Techniken» sowie Kommunikationswege des Militärs.
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