Goldrausch bei Cyber-Währungen schürt Angst vor Crash

Bitcoin oder Ethereum: Eigentlich sind sie nichts weiter als Nullen und Einsen aus den Weiten des Internet. Aber für viele Anleger haben Cyber-Währungen jedoch einen realen Wert. Kritiker warnen vor einem Crash. Für Befürworter dagegen steht der Boom noch ganz am Anfang.

» Von Patricia Uhlig und Hakan Ersen, Reuters, 21.08.2017 15:27.

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Der US-Milliardär und Investor Howard Marks vergleicht den aktuellen Hype mit der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende, deren Platzen er vorhergesagt hatte. «Digitale Währungen sind eine Modeerscheinung», betont Marks. Ihr Wert speise sich allein aus der Bereitschaft der Nutzer, für sie zu bezahlen.

Ähnlich urteilt der Chef der österreichischen Erste Group Bank, Stefan Dörfler. Bitcoin sei zwar ein «spannendes Phänomen», aber kein offizielles Zahlungsmittel und «hoch spekulativ», sagte er kürzlich der Tageszeitung «Österreich». Kunden rate er daher von einem Investment ab.

Für die Verfechter der digitalen Währungen ist hingegen klar, dass diese nun erst richtig Fahrt aufnehmen. «Es ist Quatsch, das Ganze als Blase zu bezeichnen, wir stehen erst am Anfang», sagt Miguel Vias, Manager beim Kryptowährungsanbieter Ripple.

Kursfeuerwerk und Neuemissionen

Bitcoin wird weltweit über komplexe Computer-Algorithmen geschaffen. Weder eine Regierung noch eine Zentralbank stehen dahinter. Der Kurs wird allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Bitcoin & Co. werden an speziellen Börsen gehandelt und können dort in reale Währungen wie Euro oder Dollar eingetauscht werden.

Da Cybergeld bisher nur von wenigen Firmen und Organisationen akzeptiert wird, dient es häufig als reines Spekulationsobjekt. Es bietet die Möglichkeit, weltweit grosse Summen anonym zu bewegen, und steht daher im Verdacht, für Geldwäsche oder zur Terrorfinanzierung genutzt zu werden.

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