Goldman Sachs soll HP helfen

IT-Gigant HP hat einem Medienbericht zufolge Goldman Sachs engagiert, um mögliche Attacken missliebiger Investoren abzuwehren.

HP-Chefin Meg Whitman (Bild: CEA)

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» Von idg , 29.09.2011 16:53.

Offenbar weht HP schon seit einiger Zeit ein rauher Wind aus der Investorenecke entgegen. Und dies hat sich vermutlich noch verschlimmert, nachdem unlängst CEO Léo Apotheker geschasst und durch die frühere eBay-Chefin Meg Whitman ersetzt wurde.

Wie das US-Wirtschafsblatt Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet, soll demnach Goldman Sachs nun für mehr Sicherheit sorgen. Üblicherweise installieren Unternehmen mit Ängsten vor missliebigen Investoren eine «Giftpille» - damit bezeichnet man Mechanismen, die aktivistischen Investoren eine Übernahme erschweren. Die Abwehr feindlicher Übernahmen ist eine der Spezialitäten von Goldman Sachs. So hat das Unternehmen in der Vergangenheit beispielsweise NYSE Euronext dabei unterstützt, ein feindliches Übernahmeangebot von Nasdaq OMX abzuschmettern.

Aktivistische Investoren beginnen ihrerseits zumeist damit, Aktien einer Firma anzusammeln, die sie für unterbewertet halten. Wenn sie eine hinreichend starke Position erreicht haben, versuchen sie über den Verwaltungsrat Veränderungen durchzudrücken - vom Austausch der Chefetage bis hin zu einer Aufspaltung des Unternehmens.

Analysten sind seit längerem der Ansicht, dass HP aufgrund seiner scheinbaren Ziellosigkeit, der Instabilität im Zusammenhang mit dem Management und auch dem Potenzial einer Restrukturierung der Hard- und Software-Aktiva ein attraktives Ziel für Investoren-Aktivismus ist. Kritik gab es auch an der überraschend schnellen Anstellung von Meg Whitman, die über keine Erfahrung in der Führung eines so diversifizierten und hoch marktkapitalisierten (über 46 Milliarden Dollar) Konzerns verfügt und zudem mit im Board sass, das verschiedene, umstrittene strategische Entscheidungen ihres Vorgängers Apotheker mitgetragen hatte.

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KOMMENTARE

Michael Kurzidim: 29-09-11 17:17

Die wirksamste "Giftpille" gegen "aktivistische Investoren" wäre ja wohl, wenn der Marktwert der HP-Aktie mal wieder steigen würde...

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