Gigantisch: IBM baut die 40-RZ-Supercloud

» Von Michael Kurzidim , 27.02.2014 11:48.

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IBMs proprietäre Cloud

Der zweite, noch wichtigere strategische Baustein in IBMs Blu-Cloud heisst Softlayer.Big Blue übernahm den Cloud-Spezialisten Anfang Juni letzten Jahres für 2 Milliarden Dollar. Softlayer macht dasselbe wie das Open-Source-Projekt OpenStack, nur ein wenig anders. Beide Lösungen verwalten virtuelle Maschinen und virtuellen Speicher, schaffen also das Cloud-Infrastruktur-Layer, auf das Applikationen wie BigCouch aufsetzen. Um nun dem Gerede von einer proprietären Blu-Cloud  via Softlayer-Technologie einen Riegel vorzuschieben, hat IBM das Projekt Jumpgate vom Zaun getreten. Damit sollen sich, wenn es denn demnächst fruchtet, Applikationen zwischen IBMs Softlayer-IaaS-Cloud und OpenStack-Clouds migrieren lassen.

Open-Source? Ja, aber...

Der dritte strategisch eminent wichtige Baustein der Blu-Cloud heisst "Cloud Foundry". Damit lassen sich Applikationen, also Cloud-Services, sprachübergreifend in der Cloud publizieren, wie zum Beispiel auch die "cognitive Apps" für IBMs Intelligenzbolzen Watson. Mit Cloud Foundry tat sich IBM lange Zeit sehr schwer,und Bedenken sind immer noch präsent. Denn die Technologie stammt eigentlich von der Konkurrenz, vom Virtualisierungsmarktführer VMware. Zwar ist Cloud Foundry mittlerweile Open-Source und steht unter einer Apache-2.0-Lizenz - freie Software also. Cloud Foundry läuft aber auf VMware-Technologie wie vSphere, und VMware hat sich natürlich Copyrights und Patentschutz dafür gesichert.

Bleibt nun noch die Frage, welche Cloud-Services IBM denn nun eigentlich auf ihrer globalen IaaS-Cloud zu offerieren gedenkt. Z-Services, Mainframe-Apps...? Die Antwort auf diese Frage ist IBM auf der Hausmesse Pulse in Las Vegas weitgehend schuldig geblieben.

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