Gehirnforscher fürchtet Digitale Demenz

Das Buch «Digitale Demenz» des deutschen Gehirnforschers Manfred Spitzer wirft derzeit hohe Wellen. Seine These: Dass wir das Denken immer mehr unseren elektronischen Helferlein überlassen, hat fatale Folgen - vor allem für Kinder.

Machen digitale Hiflsmittel doof?

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» Von Hannes Weber , 09.08.2012 08:12.

Das kürzlich erschienene Buch «Digitale Demenz - Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen» sorgt derzeit für kontroverse Diskussionen. Geschrieben hat es der renommierte deutsche Gehirnforscher Manfred Spitzer. Er beschreibt darin, wie die zunehmende Dominanz der digitalen Medien in unserem Alltag zur Vernachlässigung unseres Denkapparats führt. Auf gut Deutsch: Google, Facebook und Co. machen dumm. Spitzer beruft sich dabei auf aktuelle Studien zum Thema, angereichert mit eigenen Gedanken.

Sorgen macht sich Spitzer insbesondere um die Kinder, deren Lernfähigkeit er durch digitale Medien in Gefahr sieht. Die Folgen seien «Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg», heisst es in der Beschreibung zum Buch.

Googeln verhindert Lerneffekt

In einem Interview mit dem Kurier begründet der Psychologe und Autor seine Thesen. Digitale Medien seien nichts anderes als Denkmaschinen, die uns die Arbeit – also das Denken – abnehmen. Das Denken werde quasi ausgelagert und in der Folge schrumpfe das Gehirn, weil es nicht mehr gefordert wird. Dies zeige sich beispielsweise beim Googeln. «Man hat immer im Hinterkopf, dass man die Info selbst nicht abzuspeichern braucht – und tut es auch nicht», so Spitz.


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