Fujitsu zeigt extrem gekühltes, DDoS-sicheres Rechenzentrum K5

» Von Michael Kurzidim , 18.11.2016 18:15.

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Sicherheit, Künstliche Intelligenz, die hybride Cloud und das Internet der Dinge sind zukünftig die vier strategischen Säulen der Fujitsu. «Wir wollen das Hardware-Geschäft sicher nicht aufgeben, werden in Zukunft aber viel stärker in 'Connected Services' investieren», sagte EMEIA-Chef Duncan Tait in München. 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet Fujitsu zurzeit im Heimatmarkt Japan, 40 Prozent im Ausland. Durch gezielte Investitionen wollen die Japaner den Auslandsanteil auf 50 Prozent erhöhen. Fast 250 Millionen Euro fliessen zum Beispiel in ein neues Rechenzentrum in Frankfurt, das im März 2017 betriebsbereit sein soll. 

Der Fokus liegt in Zukunft auf Services. Hier ist die Schweiz den restlichen Ländern voraus. Im Schweizer Markt liege der Service-Anteil bereits heute bei über 50 Prozent, sagte Schweiz- und Österreich-Chef Petersmann im Interview mit Computerworld.

Herr Petersmann, Fujitsu ist Hardware-Anbieter, hat selbst keine Business-Applikationen im Angebot. Warum sollten Kunden jetzt zur IoT-Plattform von Fujitsu greifen?

Petersmann: Infrastruktur ist das Basis-Layer für alles. Irgendjemand muss ja die ganzen Business-Applikationen zum Laufen bringen. Die Fujitsu IoT-Plattform ist eine Komponente unserer DDoS-sicheren K5-Cloud. Mit dieser Plattform können Kunden aus Umsystemen Daten und IoT-Anwendungen einbinden, aber die Plattform selbst ist keine Anwendung, das stimmt sicher. Wir haben keine vorgeschneiderten SaaS-Lösungen.

Das Partnern mit SaaS-Anbietern wie Salesforce ist also für Fujitsu unabdingbar.

Petersmann: Genau, wir partnern mit Cloud-Software-Providern wie Salesforce. Fujitsu bietet das Framework, mit dem Applikationen sehr leicht integriert werden können. SAS, Salesforce und SAP sind Applikationspartner. Wir haben mit unserer K5 eine Plattform, mit der Sie diese Applikationen praktisch via Plug&Play einbinden können. Fujitsu offeriert aber auch die ein oder andere Applikation, zum Beispiel die RFID-Lösung GlobeRanger. So völlig fremd ist uns das Anwendungsgeschäft nicht.

Aber die Konkurrenz ist zahlreich. SAP zum Beispiel hat auf der TechEd eine komfortable IoT-Management-Plattform vorgestellt. Microsoft und Oracle bieten ebenfalls IoT-Lösungen an.

Petersmann: Unser Standard ist OpenStack. Viele Konkurrenzangebote sind nicht so offen. Wir können alles integrieren, auch die Clouds von Drittanbietern wie Microsoft Azure.

Ein typisches Kundenszenario auch in der Schweiz wäre eine Oracle Datenbank, Microsoft Office 365, Salesforce CRM und SAP ERP. Dafür gibt es bereits Konnektoren, um diese Cloud-Komponenten schnell und einfach anzubinden.

Petersmann: Da gebe ich Ihnen recht, die Konnektoren gibt es. Aber wenn Sie auf den nächsten Release-Stand updaten, müssen Sie unter Umständen ihren Konnektor wieder anpassen. Unsere Plattform basiert auf OpenStack und ist auf hybride Cloud-Szenarien ausgelegt. Einer unserer Schweizer Kunden hat uns genau aus diesem Grund ausgewählt. Er kann seine IT modernisieren und gleichzeitig IoT nutzen.

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