Foxconn bringt Smartwach für iPhone

Foxconn hat in China eine Smartwatch fürs iPhone vorgestellt, die unter anderem Körperfunktionen misst. Was haben sich die Asiaten bloss dabei gedacht?

» Von Fabian Vogt , 28.06.2013 13:34.

Bisher fertigte Foxconn für andere, nun will man ein eigenes Produkt lancierenBisher fertigte Foxconn für andere, nun will man ein eigenes Produkt lancieren

Hon Hai, hierzulande als Foxconn bekannt, hat eine Smartwatch vorgestellt, berichtet «WantChinaTimes.com». Diese lässt sich via Bluetooth mit dem iPhone verbinden, misst Körperfunktionen wie Atmung oder Herzschlag und benachrichtigt den Träger über Facebookmeldungen oder Telefonanrufe. «Mit diesem Gerät kann das Telefon in der Tasche gelassen werden, die Uhr zeigt alle Nachrichten an,» sagt Terry Gou, Gründer und Chef von Foxconn.

Die Idee klingt gut, Smartwatches sind einer der Trends 2013. Doch man muss sich fragen, warum Foxconn auf diese Idee kommt. Einerseits sind sie vor allem als Auftragsfertiger bekannt, scheinen also einen Strategiewechsel vorgenommen zu haben. Andererseits, und das ist wesentlich brisanter, plant auch Apple scheinbar eine intelligente Uhr, die «iWatch». Und Apple lässt bei Foxconn ihre iPhones und iPads herstellen, trotz Kunden wie Intel, HP oder Dell sicherlich der grösste Prestigeauftrag. Man kann sich darum vorstellen, dass die Cupertiner überhaupt nicht begeistert davon sind, dass ihr Zulieferer plötzlich zum Konkurrenten wird. Ein Vergleich mit Microsoft und ihrer Surfrace-Strategie drängt sich auf.

Dass Apple und Foxconn das Heu scheinbar nicht mehr auf der gleichen Bühne haben, drang in den letzten Wochen immer mehr durch. So hat T.H. Jung, CEO des Auftragsfertiger Pegatron, bestätigt, dass sie an einem neuen iPhone arbeiten. Eine Aufgabe, die bislang Foxconn exklusiv übernehmen durfte. Und nun scheinen die Taiwanesen zurückzuschlagen und Apple zu brüskieren, obwohl sie nach wie vor als Hauptfertiger der neuen «i-Generation» vorgesehen sind. Kann das gutgehen?

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