Facebook will WhatsApp-Daten von IBM-Servern abziehen

Medienberichten zufolge plant Facebook, alle WhatsApp-Daten in eigene Datencenter umzulagern. IBM würde damit einen seiner grössten Cloud-Kunden verlieren.

» Von Luca Perler , 16.06.2017 14:15.

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Gemäss Insider-Informationen, die dem amerikanischen Nachrichtensender CNBC vorliegen, hat Facebook noch in diesem Jahr vor, alle Daten des Messaging-Dienstes WhatsApp in eigene Datencenter zu verfrachten. Aktuell sind diese auf der Cloud-Plattform SoftLayer untergebracht, welche seit 2013 zu IBM gehört.

Für den blauen Riesen wäre es ein schwerer Schlag. Denn wie Heise berichtet, beansprucht WhatsApp bei SoftLayer mehr als 700 Hochleistungsserver. Facebook habe dafür zeitweise mehr als zwei Millionen US-Dollar pro Monat bezahlt.

Laut dem Informanten gehört WhatsApp zu den fünf grössten Cloud-Kunden von IBM. In diesem Bereich liegt das Unternehmen nach wie vor hinter Amazon Web Services (AWS) oder Microsoft Azure.

Verspäteter Umzug

Facebook brachte WhatsApp bereits 2014 unter sein Dach. Bei anderen Zukäufen sei der Umzug auf firmeneigene Server jeweils schneller abgelaufen. Zur Zeit der Übernahme sei Facebook allerdings noch mit der Migration der Instagram-Daten von AWS ins eigene Datencenter beschäftigt gewesen. Deshalb seien die WhatsApp-Daten vorerst beim Dienstleister verblieben. Laut dem CNBC-Bericht dürften Nutzerinnen und Nutzer der Messaging-App vom Datentransport nichts mitbekommen.

IBM dementierte den Auszug von WhatsApp. Im Interview mit CNBC sagte ein IBM-Sprecher allerdings: «WhatsApp war ein grosser Kunde von IBM Cloud». Damit bestätigte er indirekt die Insider-Informationen.

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