Facebook: Halbe Milliarde Mobil-Zugriffe bringen kein Geld
488 Millionen User greifen mit Handys + Tablets auf Facebook zu. Doch sie müssen keine Werbung anschauen und generieren deshalb keinen Umsatz. Ein eigener App-Store soll nun Abhilfe schaffen und zusätzliche Einnahmequellen für den baldigen Börsengang schaffen.
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» Von , 10.05.2012 11:39.
Wie viele Mitglieder Facebook genau hat, ist nicht klar. Einige Medien sprechen von «bald einer Milliarde», ein inoffizieller Facebook-Blog gibt 842 Millionen Anwender an, Facebook selber spricht von 901 Millionen Ende März 2012. Klar aber ist: Es sind eine ganze Menge. Und 488 Millionen davon haben via mobilen Geräten auf die Plattform zugegriffen, heisst es im Börsenprospekt, den Facebook am 9. Mai 2012 aktualisiert hat . Doch der Sozial-Netzwerk-Gigant hat ein Problem: Das Geschäft mit Tablet und Smartphone-Nutzern ist unprofitabel.
Schwächen im Geschäftsmodell
So hat Facebook zugegeben, dass das bisherige Geschäftsmodell Schwächen aufweist: «Wir generieren momentan keinerlei erwähnenswerten Umastz vom Gebrauch von Facebook-Mobile-Produkten und unsere Fähgikeit, dies tun zu können, ist nicht belegbar.» Ungewohnte Worte des Erfolgskonzerns, der es von einem Studenten-Netzwerk zu einem der wertvollsten Internet-Unternehmen der Welt gebracht hat.
Ob Smartphone- und Tablet-Nutzer jemals Umsatz für Facebook generieren, steht in den Sternen. Das Unternehmen selber sagt, dass sie darauf auch gar nicht wirklich Einfluss nehmen können sondern darauf angewiesen sind, dass mobile Betriebssysteme wie Android und iOS Facebook-freundlich gesinnt sind. Was Facebook nur indirekt sagt: Die Probleme mit mobilen Zugriffen sind hausgemacht: Aus geschichtlichen Gründen hat das Unternehmen bisher keine Werbung für User geschalten, die die Plattform via App oder die mobile Website besuchten. Dabei wäre das Potential vorhanden: Laut eigenen Angaben hat keine App in den USA mehr Nutzer als diejenige Facebooks. Um daraus Profit zu schlagen, muss also das Geschäftsmodell geändert werden. Ein erster Schritt dazu wurde bereits gemacht: Seit März werden bezahlte Meldungen im mobile News Feed aufgeschaltet. Nun hat das Unternehmen zusätzlich angekündigt, einen eigenen App-Store zu eröffnen.
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