Europas neuster schnellster Supercompter

Im Deutschen Jülich wurde ein neuer Supercomputer in Betrieb genommen. Er soll nicht nur einer der schnellsten, sondern auch der sparsamsten sein.

» Von Fabian Vogt , 15.02.2013 16:12.

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Zur offiziellen Einweihung des Supercomputers JUQUEEN traf sich im Forschungszentrum Jülich (Deutschland) Politik- und Wissenschaftsprominenz. Und was sie sahen, durfte gefallen haben, denn JUQUEEN kommt mit 28 Racks, 1024 Knoten pro Rack und 16 Prozessorkernen pro Knoten daher, zuzüglich einem weiteren Kern für das Betriebssystem. Macht 458 752 Cores.

Damit soll der Supercomputer, der mit einem IBM BlueGene/Q-System ausgerüstet ist, auf einen Höchstwert von 5,9 PetaFlop/s kommen, in Europa findet sich kein schnellerer Computer. Die  Anlage sei rund 100000-mal schneller als ein moderner PC und sechsmal schneller als der bisher schnellste Supercomputer Europas - der ebenfalls in Jülich stand - teilt das Forschungszentrum Jülich mitt. Bei Benchmarktests im November 2012 kam das System auf 4,141 PFlop/s mit einer theoretischen Peak-Performance von 5,033 PFlop/s, berichtet heise.de. Das reichte damals für Platz 5 unter den 500 schnellsten Computern weltweit. In den letzten drei Monaten wurde JUQUEEN demnach noch etwas ausgebaut, stören wird das niemanden.

Am Human Brain Project beteiligt

Zudem belegt der Supercomputer mit einer Energieeffizienz von 2,1 GFlops/W auch auf der Green500-Liste den fünften Platz, dort werden die energieeffizientesten Rechner aufgelistet. Möglich machen dies die IBM Racks aus der Baureihe Blue Gene/Q, die praktisch in jedem System vorhanden sind, das auf dieser Liste einen der vorderen Plätze belegt. Gekoppelt sind die Rechner an zehn Racks vom Typ GPFS Storage Server (GSS) mit IBMs General Parallel File System, bestehend aus je zwei GSS 24 Building Blocks. Das nutzbare Volumen beträgt 7,4 PetaByte.

JUQUEEN wird unter anderem auch beim Human Brain Project eingesetzt, dem Gehirnsimulationsprojekt der ETH Lausanne, das kürzlich Fördergelder in Milliardenhöhe zugesprochen erhielt.

Die - nicht bekannt gegebenen - Kosten für den Supercomputer teilen sich die Helmholtz-Gemeinschaft, der Bund und das Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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