E-Waste: Jährlich werden Milliarden vergeudet
In elektronischen Geräten wird immer mehr Gold und Silber verbaut. Experten fordern deshalb eine bessere Edelmetall-Rückgewinnung aus Altgeräten.
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» Von , 10.07.2012 11:52.
Der Gold- und Silberschatz in elektronischen Altgeräten wächst und wächst: Jedes Jahr werden 310 Tonnen Gold sowie 7500 Tonnen Silber mit einem Gegenwert von 21 Milliarden Dollar in Hightech-Geräte wie Laptops, Smartphones oder Tablets verbaut. Der überwiegende Teil dieser Edelmetalle - 85 Prozent - verpufft jedoch nach Lebensende des Gadgets und nur 15 Prozent werden zurückgewonnen, berichten Experten bei der E-Waste Academy der United Nations University (UNU) und der Global e-Sustainability Initiative in Ghana.
Rohstoff statt Abfall
Bisher wird die Elektroschrott-Thematik meist unter dem Aspekt der schädlichen Auswirkungen auf Entwicklungsländer diskutiert. Zu Unrecht, betont Rüdiger Kuehr, Leiter der Solving the E-Waste Problem (StEP)-Initiative. «Meist übersieht man, dass E-Waste viele wertvolle Elemente enthält, die rezyklierbar sind. Zudem wird die Wiederverwendung der Plastikteile vergessen.» Eine durch Recycling gewonnene Tonne Plastik erfordert bloss ein Zehntel der Wasser- und Energiemenge von neuem Plastik und spart viel CO<sub>2</sub>.
Vor allem liegt der Fokus jedoch auf den seltenen Erden. Je stärker der Verkauf elektrischer und elektronischer Geräte boomt, desto mehr Gold, Silber und andere Edelmetalle sind verfügbar, die man durch Recycling zurückgewinnen könnte. Allein bei Gold verbrauchen Gadgets 7,7 Prozent der jährlichen weltweiten Fördermenge, viel mehr als die 5,3 Prozent im Jahr 2001. Zeitgleich stieg der Unzenpreis von 300 auf 1500 Dollar, die weltweite Förderung jedoch bloss um 15 Prozent von 3900 auf 4500 Tonnen.
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