Digitecs neues Zentrallager: «Andere brauchen für sowas mehr als zwei Jahre»

Platz für sieben WM-Fussballfelder: Digitec Galaxus lud uns im aargauischen Wohlen zu einer Besichtigung der modernisierten Lagerhallen ein.

» Von Simon Gröflin , 20.09.2017 11:45.

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Über 26'000 Päckchen gehen vor Weihnachten 2017 voraussichtlich täglich im Zentrallager von Digitec Galaxus an die Kunden. Um die massive Logistik weiterhin bewältigen zu können, hat der Onlinehändler im aargauischen Wohlen nun dank Umbau und Neubauten der gemieteten Lagerhallen der Ferrowohlen so viel Platz wie für rund sieben WM-Fussballfelder. Die Lagerfläche fasst neu 46'500 statt 36'000 Quadratmeter. Ausserdem findet sich im neuen 5000 Quadratmeter grossen Neubau ein 18 Meter hohes, vollautomatisiertes Hochregellager für mittelgrosse Artikel. Digitec lud uns zu einem Rundgang ein.

Mehr Platz – vorläufig

«Der Um- und Ausbau unseres Warenlagers ging erfreulich schnell, sagt Michel Boha, Head of Logistics bei Digitec und Galaxus. «Andere Unternehmen brauchen für eine Expansion solcher Grösse nicht selten zwei bis vier Jahre. Wir haben nur anderthalb Jahre gebraucht.» Grosse, sperrige Artikel werden zwar weiterhin manuell eingelagert, allerdings nicht mehr in den direkt angrenzenden Räumlichkeiten der Digitec-Filiale. Dort gibt es nun auch mehr Platz für Warenretouren und die eigene RMA-Abteilung.

Renovation auch am Point of Sale: Das bisher etwas schummrige Lagerhallen-Feeling wird durch mehr helle Ausstellungsflächen für Showroom-Artikel verdrängt und die Wände erhielten einen weissen Anstrich. Platz gemacht wurde zudem für ein neues stationäres Konzept. Nur in Wohlen wolle man in einem Nebenraum auch saisonale Artikel des firmeneigenen Galaxus-Sortiments zeigen. Für Haushaltsartikel von Miele und für das Grillsortiment von Weber stünden eigens geschulte Mitarbeiter beratend zur Seite.

Eine bestehende Halle der ehemaligen Stahlgiesserei wurde zudem auf drei Stockwerke ausgebaut. In dem halbautomatischen Trakt lagern die kleineren Artikel wie Kabel oder Armbanduhren, die direkt über ein Förderband zur Verpackungsabteilung gelangen, nachdem sie von den Mitarbeitern aus den Regalen gepickt wurden (siehe Bilderstrecke oben).

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