DigitalZurich2025: Gratis Seeding, Mentoring und Arbeitsplätze für ausländische Start-ups

Die Initiative «Kickstart» lädt Start-ups für drei Monate nach Zürich ein, um skaliberbare Geschäftsideen in Businessmodelle zu verwandeln. Eine der wenigen Bedingungen: Die Firmen sollten nicht aus der Schweiz sein.

» Von Fabian Vogt , 20.01.2016 10:58.

weitere Artikel

«DigitalZurich2025» hat zum Ziel, Zürich in einen führenden digitalen Innovationshub in Europa zu verwandeln. Das Projekt ist in Wirtschaft und Politik breit abgestützt, nebst Kanton und Stadt sind Firmen wie Post, Ringier, SBB, Swiss, Swisscom oder UBS dabei. Ausser Marketing und Arbeit hinter den Kulissen hat «DigitalZurich2025» bislang allerdings nicht viel vorzuweisen. Bis gestern. Am «Investor Summit» wollte man das heute startende Weltwirtschaftsforum WEF als Sprungbrett benutzen, um hoffnungsvolle Start-ups mit Investoren zusammenzubringen. Ob das gelang berichten wir, sobald quantifiziert werden kann.

«DigitalZurich» liess an der Veranstaltung nicht nur Start-ups pitchen, man präsentierte auch ein eigenes Projekt: «Kickstart». Das Programm will Start-ups die Möglichkeit bieten, während dreier Monate in Zürich zu arbeiten und Ideen in konkrete Geschäftsmodelle zu verwandeln. Damit das gelingt, bietet Kickstart einiges:

  • Seeding-Geld bis maximal 25‘000 Franken 
  • Mentoring von Leuten wie Dacuda-Gründer Dr. Alexander Ilic, Doodle-Mitgründer Michael Näf, Fintech-Unternehmer Marc. P.Bernegger oder Roland Siegwart, Professor für Robotik an der ETH
  • Gratis Arbeitsplätze und Infrastruktur
  • Wenn nötig Geld (maximal 1500 Franken/Monat), um Unterhaltskosten in Zürich zu bestreiten
  • unlimitierte Gratisschokolade

Wirtschaftsgrössen auf Abruf 

Es werden wöchentliche Treffen mit Investoren und diverse Trainings in für Start-ups relevanten Bereichen geboten. Industrieexperten wie SBB-Chef Andreas Meyer, SwissLife-CEO Ivo Furrer, UBS-Schweiz-Präsident Lukas Gähwiler oder Migros-Chef Herbert Bolliger sollen ebenfalls für Meetings gebucht werden können. Zum Abschluss des Programms am 15. September 2016 werden die Start-ups an einen «Demo-Day» ihre Geschäftsideen Investoren und Medien vorstellen können.

«Never before has Switzerland or Europe had a multi-corporate and equity-free accelerator program welcoming founders from around the world.»

Kickstart-Webseite

Alles in allem dürfte das Programm rund 2,5 Millionen Franken kosten. Die Start-ups müssen für all dies nichts bezahlen und DigitalZurich verlangt keine Beteiligungen. Finanziert wird Kickstart durch Engagement Migros, Gebert Stiftung, Swisscom, EY und V-Zug. Initiiert wurde Kickstart von «DigitalZurich2025» und der «Kick Foundation».

Bedingungen

Es sind aber auch Bedingungen an die Leistungen geknüpft. Für alle Schweizer Jungunternehmer die grösste: Das Programm ist hauptsächlich für ausländische Firmen gedacht. Die Veranstalter sind einheimischen Firmen gegenüber zwar nicht abgeneigt, wollen mit dem Programm aber hauptsächlich ausländische Talente anlocken. Programme in der Schweiz gäbe es ja bereits genug, sagen sie.

Auch werden nicht alle Start-ups genommen. Man fokussiert sich auf die Bereiche Fintech, Smart & Connected Machines, Food sowie Future & Emerging Technologies. Alles Felder, in denen die Schweiz besonders stark ist und ausländische Firmen stark profitieren können, erklärte Mitinitiantin Sunnie Groeneveld, Projektleiterin von DigitalZurich2025. Als Bewerber kommt nur in Betracht, wer bereits ein Produkt vorzuweisen hat. 

Die Anmeldefrist endet am 31. März 2016, die Arbeit in Zürich muss am 1. Juli 2016 aufgenommen werden.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.