Die IFA muss sich neu erfinden

» Von Simon Gröflin , 24.04.2017 16:03.

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TV-Kunden wollen immer online sein

Die Verschmelzung zwischen TV und Mobile Streaming werde dabei immer mehr zum Kernthema. Nicht ohne Gründe hat Reed Hastings, der Netflix-Chef vor wenigen Monaten die Mobilfunkmesse MWC 2017 mit seiner Anwesenheit beehrt.

Dabei ging es eigentlich nur um ein Thema: Der Streaming-Anbieter feilt schon länger an Möglichkeiten, ultrahochauflösendes Material und verbesserte Farb- und Kontrastspektren auf grosse Smartphone-Bildschirme eines LG G6 oder Galaxy S8 zu bringen. Wer aber denkt, Streaming sei nur bei den Jüngeren gefragt, irrt. Das globale Konsumverhältnis zwischen linearem TV und Streaming-Inhalten ist nach Ansicht der GfKler im Moment noch etwa bei 50 zu 50.

Trotzdem: Der Haupttreiber der digitalen Welt sei die mobile Konnektivität. Blicke man zurück, so wurden um 2015 noch weltweit 1,32 Milliarden Smartphones verkauft. Jürgen Boyny, Global Director beim GfK, rechnet damit, dass es 2018 in der ganzen Welt schon um die 1,55 Milliarden smarte Telefone sein werden.

Es wird immer enger auf dem Messegeleände

Den Open Keynote Speaker hat Christian Göke, der CEO der Messe Berlin bereits verraten: Das wird Philips sein. Aus gutem Grund. Vor zehn Jahren hat die IFA erstmals Haushaltsgeräte ins Programm aufgenommen. Dass das Konzept aufgeht, hätte man damals nicht für möglich gehalten, sagte Hans-Joachim Kamp, der Aufsichtsratvorsitzende des IFA-Veranstalters gfu Consumer & Eletroncis. «Die Definition zwischen der phyisischen und der vernetzten Welt ist inzwischen verschwommen», betonte Göke in Hinblick auf die wachsende Bedeutung von IoT und vernetzten Haushaltsgeräten.

Die nächste IFA sei daher erstmals eine «Brand Only Show». In einer eigenen Halle werden unter der Marke «IFA Next» speziell die neusten Entwicklungen und Innovationen unter einem Dach gezeigt.

Auch wenn es langsam eng wird auf dem Messegelände, wolle man wieder mehr junge Start-ups nach Berlin holen. Der bessere Realitätscheck sei schlussendlich für alle eine Win-Win-Situation, so Göke. Dass nun langsam das Zeitalter angebrochen sei, in dem es nicht mehr nur Lösungen, sondern endlich mehr voll vernetzte Ökosysteme geben muss, hat auch Philips gerne betont: Nicht nur smartere Zahnbürsten mit mehr Sensoren in den Putzköpfen, sondern auch die eigentliche Zahnputz-App und Plattformen wie Healthcare und Babycare wolle man weiter ausbauen.

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