Deshalb klauen Mitarbeiter Daten

Laut einer Studie von Ernst & Young fühlen sich die meisten Unternehmen nicht bedroht von Datenklau und Wirtschaftsspionage. Die Experten bezweifeln diese Selbsteinschätzung und zählen auf, warum Mitarbeiter Daten stehlen.

In vielen Firmen lassen sich sensible Unternehmensdaten per USB-Stick entwenden.
  

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» Von idg , 10.06.2011 08:45.

Wie bedrohlich Datenklau für ein Unternehmen sein kann, hat man hierzulande unlängst in der Finanzindustrie erfahren dürfen. Umso mehr erstaunt das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter Führungskräften 400 deutscher Unternehmen. Nur jeder Zehnte berichtet von Datenklau-Attacken oder Wirtschaftsspionage in den vergangenen drei Jahren.

Doch 65 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Bedrohung in den kommenden Jahren zunehmen wird. Im Moment fühlen sie sich aber recht sicher. 38 Prozent der Befragten schätzen die Bedrohung für ihr eigenes Unternehmen derzeit als gering ein, 52 Prozent halten sich für mässig bedroht. Eine starke Gefährdung durch Datenklau und Wirtschaftsspionage räumt nur jedes zehnte Unternehmen ein.

Handlungsbedarf bei ihren Sicherheitsvorkehrungen sehen die wenigsten Führungskräfte. 83 Prozent von ihnen halten die Wirksamkeit ihrer präventiven Vorkehrungen für ausreichend.

Die Experten von Ernst & Young bezweifeln, dass tatsächlich nur jeder zehnte Befragte in den vergangenen drei Jahren Opfer von Datenklau oder Wirtschaftsspionage war. «Wir müssen daraus schliessen, dass die Mehrheit der Unternehmen noch gar keine Sensibilität für diese Art von Risiko entwickelt haben», sagt Stefan Heissner, Leiter der Abteilung Fraud Investigation & Dispute Services bei Ernst & Young. Er hält es für fern der Realität, dass sich die meisten Firmen ausreichend geschützt fühlen.

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