Dateien mit MakeSends im «Tresor» verschicken

An der ETH-Lausanne wurde ein anwenderfreundliches Verfahren entwickelt, um Dateien verschlüsselt zu verschicken.

» Von Jens Stark , 08.10.2014 14:55.

Ein Start-up der ETH Lausanne hat gleich eine Reihe von Methoden vorgestellt, mit der Anwender auf einfache Weise Dateien verschlüsseln und sicher an Dritte verteilen können.

So bietet Di55erent den Online-Sevice MakeSends an, mit dem sich Dateien verschlüsselt verschicken lassen. Der Dienst ist für den Anwender einfach zu bedienen. Die zu verschlüsselnde Datei wird auf der entsprechenden Webseite auf einen stilisierten Tresor gezogen. Danach bestimmt der Anwender den oder die Empfänger und denkt sich ein Passwort aus. Die Empfänger erhalten danach einen Link zur Datei, der aber nur funktioniert, wenn sie die Losung zuvor eingeben. Diese sollte vom Sender direkt, etwa via SMS oder Telefon, an die Empfänger übermittelt werden.

Das Besondere an MakeSends ist, dass die Datei bereits im Browser unter Verwendung des geheimen Codes des Users verschlüsselt wird. «Einmal verschlüsselt, können nicht einmal wir den Inhalt der Datei einsehen», sagt Radhakrishna Achanta, einer der Mitgründer von Di55erent. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, bei denen die Dateien nur für die Übermittlung verschlüsselt werden, könnten mit dem Verfahren der Lausanner zudem kaum «Man in the Middle»-Attacken durchgeführt werden, heisst es.

Weitere Dienste

Auf Basis der in MakeSends verwendeten Sicherheitstechniken hat Di55erent weitere Produkte lanciert oder in Aussicht gestellt. Bei swi5t handelt es sich um eine Software, welche Dateien verschlüsselt, bevor man sie in einen Cloud-Dienst - beispielsweise in Dropbox - hochlädt.

Die Lausanner planen zudem mit uKeepIt einen nochmals sichereren Dienst. Mit diesem werden Dateien vor dem Verschlüsseln in zahlreiche Teile geteilt. Die kodierten Fragmente lassen sich dann in einer oder - noch sicherer - in verschiedenen Cloud-Diensten unterbringen.

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KOMMENTARE

Dr. Feelgood: 09-10-14 17:09

Alles wunderbar.
Daten-Sicherheit ist in der aktuellen Zeit wohl das höchste Gut!
Aber wie wollen die schlussendlich Geld verdienen?

Oder werden dann doch die e-mail Adressen vom Sender und Empfänger verramscht?

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