Das Smartphone ist der bessere Nuggi

Eine Studie bringt es an den Tag: Eltern beruhigen ihre Kinder zunehmend mit Smartphones.

Manche Eltern greifen zum Smartphone, um ihre weinenden und quengelnden Kinder zu beruhigen

» Von pte/Markus Kessler, 24.09.2012 10:56.

Über 50 Prozent der Eltern verwenden mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, um quengelnde Kinder zu beruhigen, wie eine Umfrage des Chipherstellers Qualcomm ergeben hat. Darüber hinaus breiten sich die Taschen-Computer auch anderswo im Familienleben immer weiter aus. Eltern verwenden die Technik, um mit ihren Kindern in Kontakt zu bleiben, berichtet Mashable. Egal ob beim Lernen oder in der Freizeit, moderne Eltern unterstützen den Drang ihrer Kinder zu moderner Kommunikationstechnologie, indem sie die entsprechende Hardware schon früh zur Verfügung stellen.

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Problematisch ist, dass die Eltern den Kindern die nötige Medienkompetenz oft nicht beibringen. «Auf Basis von Studien und Workshops mit Eltern, Lehrern und Jugendlichen kann ich sagen, dass die Eltern die Kulturtechnik Internetnutzung selbst zu wenig beherrschen. Mütter und Väter sollten die Spielregeln schnell lernen, um sie den Kindern vermitteln zu können. Das wünschen sich auch die Kinder selber. Nachdem die Eltern ihre Spielzimmer mit moderner Technik angefüllt haben, sollen sie in den Augen der Kinder jetzt auch Verantwortung übernehmen und Regeln aufstellen», sagt Carina Felzmann, Sprecherin der österreichischen Organisation Digikids.

Ganze 53 Prozent der befragten US-Eltern gaben an, ihre unter 13-jährigen Kinder schon einmal mit einem Smartphone oder Tablet beruhigt zu haben. Zudem wird das Smartphone gerne als Ersatz für gemeinsame Familienessen verwendet, die in vielen Familien aus Zeitknappheit oft nur schwierig zu planen sind. Mit modernen Kommunikationsmitteln können auch vielbeschäftigte Eltern Anteil am Leben ihrer Kinder haben. «Eine Ausweitung der Beziehung zu den Kindern in die digitale Sphäre ist möglich, das kann den analogen, persönlichen Kontakt aber nur ergänzen und niemals ersetzen», so Felzmann.

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