Bundesrat: Keine Massnahmen gegen Internetsucht

Einem Bericht des Bundesrats zufolge legen nur rund 2,3 Prozent der Schweizer Jugendlichen eine als problematisch eingestufte Internetnutzung an den Tag.

Der Bundesrat sieht aktuell keinen Handlungsbedarf

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» Von Hannes Weber , 16.08.2012 10:39.

Der Bundesrat bezog in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht Stellung zum Umgang der Schweizer Jugend mit dem Internet und allfällig damit verbundenem Gefährdungspotential. In seinem Bericht hält der Bundesrat zwar fest, dass Jugendliche in der Schweiz an Wochentagen durchschnittlich zwei Stunden im Internet verbringen, an freien Tagen sogar fast drei Stunden. Dennoch kommt das Gremium zum Schluss, dass «die allermeisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Internet in einem angemessenen zeitlichen Rahmen nutzen».

Laut Bericht weisen nur 2,3 Prozent der Jugendlichen eine als problematisch eingestufte Internetnutzung auf. Problematisch heisst, wenn durch die übermässige Nutzung des Internets alltägliche Dinge wie Schlafen, Essen, Arbeit oder Freizeitbeschäftigungen vernachlässigt werden und sich der Lebensmittelpunkt zunehmend in die Virtualität verschiebt. Typischerweise führe das vermehrte Sitzen vor dem Computer auch zu Muskelabbau und Haltungsschäden sowie einer erhöhten Anfälligkeit für psychische Erkrankungen.

Der Bundesrat sieht derzeit aber keinen Bedarf an spezifischen Massnahmen. Die Entwicklung im Bereich der exzessiven Internetnutzung soll jedoch weiter beobachtet werden, um rechtzeitig auf eine Veränderung der Problematik reagieren zu können. Dazu wird beispielsweise dem Suchtmonitoring oder, auf präventiver Ebene, der Förderung der Medienkompetenz von Jugendlichen eine hohe Bedeutung zugemessen.

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