Berner Räte wollen neue Beschaffungssoftware und mehr Open Source

Der Berner Gemeinderat will eine neue Software, mit der die jährlich rund 600 Beschaffungsverfahren der Stadt abgewickelt werden können. Zudem hat der Stadtrat einen Kredit zur Ausarbeitung einer Open Source Potenzialanalyse bewilligt.

» Von Fabian Vogt, SDA , 22.08.2016 17:27.

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Die Stadt Bern braucht eine neue Software, mit der die jährlich rund 600 Beschaffungsverfahren abgewickelt werden können, sagt der Berner Gemeinderat (Exekutive). Die bestehende Software sei am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und könne nicht mehr gewartet werden. Der Investitionskredit für die Neuentwicklung der Software im Open Source Standard beträgt 995'184 Franken, wie der Gemeinderat am Montag mitteilte. Der Verpflichtungskredit für den Betrieb der Software-Lösung über acht Jahre schlägt mit 298'080 Franken zu Buche. Über die Mittel entscheidet das Stadtparlament.

Dass die Software neu entwickelt werden soll, begründet der Gemeinderat damit, dass auf dem Markt bereits existierende Lösungen die Anforderungen der Fachstelle nur teilweise abdecken könnten.

Mit der Software werden Listen von Firmen geführt, die sich um Aufträge bewerben, sowie Protokolle und Auswertungen von Beschaffungskriterien erstellt. Ausserdem wird mit der Informatik-Lösung eine Firmendatenbank geführt, in welcher die gesetzlich verlangten Beschaffungsnachweise von offerierenden Firmen erfasst werden. Diese Firmendatenbank wird auch vom Kanton benutzt.

Stadtrat will mehr Open Source

Der Berner Stadtrat (Legislative) war derweil auch nicht untätig und bewilligte mit 49 zu 18 Stimmen einen Kredit von 843‘000 Franken zur Ausarbeitung einer Open Source Potenzialanalyse. Zur Ablösung von Microsoft und anderer proprietärer Software wird nun für die Stadtverwaltung ein Open Source Client entwickelt und Knowhow zur Entkoppelung von Fachanwendungen aufgebaut.

Damit führen die Informatikdienste der Stadt Bern mit externen Open Source Fachleuten dieses und nächstes Jahr mehrere Pilotprojekte durch, um die technische Machbarkeit eines Open Source Arbeitsplatzes zu prüfen. Es werden sowohl die Entkoppelung der Fachanwendungen von Microsoft Windows als auch technologische Anpassungen an diesen Anwendungen getestet. Gleichzeitig soll eine Open Source Virtualisierungs-Umgebung als Alternative zur bestehenden Citrix-Plattform für die Einbindung von bereits virtualisierten Anwendungen aufgebaut werden.

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KOMMENTARE

adeline russau: 23-08-16 15:29

Voll gut!

was für ein kontrast zu der historischen kataspophenentscheidung das parlament auf win 10 umzustellen.

seid ihr sicher das das die gleichen leute in bern sind?
kann man die nicht ganz allgemein für informatikschulungen verpflichten??

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