Bern und Zürich planen transkantonale eHealth-Plattform

Eine gemeinsame eHealth-Plattform soll in den Kantonen Bern und Zürich entstehen. Weitere Kontone seien willkommen, sich an der überregionalen Lösung zu beteiligen.

» Von SDA , 16.03.2017 14:55.

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Die Kantone Bern und Zürich wollen beim Aufbau einer überregionalen eHealth-Plattform zusammenspannen. Angestrebt wird eine gleichberechtigte, partnerschaftliche Lösung, die auch anderen Kantonen offen steht. Damit soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Integrierte Versorgung gefördert werden.

Voraussichtlich Mitte April wird das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) in Kraft treten. Die Umsetzung werde hohe Anforderungen in zeitlicher, technischer und organisatorischer Sicht an die Kantone stellen, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag.

Eine enge Zusammenarbeit werde den Kantonen, vor allem aber auch den Leistungserbringern und der Bevölkerung grosse Vorteile bringen. Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg und sein Zürcher Amtskollege Thomas Heiniger führten daher schon seit einiger Zeit Gespräche über die Zusammenlegung der bisher eigenen Projekte.

Grösste Schweizer eHealth-Plattform

Der Kanton Bern hat Anfang 2016 die «BeHealth-Initiative» gestartet. Diese soll die Gesundheitsbetriebe beim Aufbau eines eHealth-Netzwerks organisatorisch unterstützen.

Im Kanton Zürich wurde bereits im Sommer 2014 mit den Arbeiten zur Umsetzung des EPDG begonnen. Mit dem Aufbau der betrieblichen Organisation und der Informatik-Infrastruktur für das elektronische Patientendossier wurde die nicht gewinnorientierte Betriebsgesellschaft axsana AG beauftragt. Eigentümer sind je zur Hälfte die öffentliche Hand und die Leistungserbringer-Verbände.

Gemeinsam mit dem Technikdienstleister Swisscom Health AG sorgt die axsana AG dafür, dass die gesamte Plattform entwickelt und in den Alltagsbetrieb überführt wird, wie es in der Mitteilung heisst.

Nun werden Möglichkeiten untersucht, wie die Berner und Zürcher Initiativen auf Basis der axsana/Swisscom-Plattform zusammengelegt werden können. Die beiden Gesundheitsdirektoren prüfen eine gemeinsame Trägerschaft für die axsana AG.

Mit diesem Zusammenschluss würde die bei weitem grösste eHealth-Plattform in der Schweiz entstehen. Vor der Zusammenlegung der Projekte müssen allerdings noch betrieblich-organisatorische, technische und finanzielle Fragen geklärt werden.

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