Test: Apple iPhone X

Alle Features des Jubiläums-iPhone im Überblick.

» Von Klaus Zellweger , 13.11.2017 11:05.

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Mit dem iPhone setzte Apple 2007 eine Revolution in Gang, die unsere Gesellschaft und unser Leben fundamental verändert hat. Seither sind zehn Jahre vergangen. Apple steht in der Bringschuld und muss zeigen, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Das iPhone X (sprich: «zehn») repräsentiert also nicht nur den Stand der Technik – sondern es demonstriert auch, wie sich Apple die Zukunft seines wichtigsten Produkts vorstellt.

Das Kleingedruckte. Dieser Test widmet sich in erster Linie den Besonderheiten des iPhone X. Die meisten Eigenschaften teilt es sich mit dem iPhone 8 (Plus). Wenn Sie mehr über die Signalverarbeitung, die Kamera, die Benchmarks oder die CPU erfahren möchten, finden Sie diese Informationen im Test zum iPhone 8 (Plus).

Das Display

Die offensichtlichste Neuerung und zugleich der Blickfang ist das OLED-Display. Mit einer Diagonale von 5,8 Zoll ist es zwar grösser als jenes im genauso aktuellen iPhone 8; doch dank der schmalen Ränder ist das Gerät als Ganzes ­kleiner und lockt all jene, die auf der Suche nach einem kompakten Smartphone sind: Im direkten Vergleich zum iPhone 8 Plus wirkt das iPhone X fast schon niedlich.

Das Display überzeugt mit hervorragenden Farben und dem tiefen Schwarz, das für OLED so ­typisch ist. Die Farben wirken lebendig, aber natürlich. Besonders Hautpartien in Filmen wirken, als wäre die Szene just in diesem Moment der Realität entfleucht.

Verteilung. Apple verspricht einen Kontrastumfang von 1'000'000:1, was wir hier unkommentiert stehen lassen. Einfach zu beurteilen ist hingegen die perfekte gleichmässige Ausleuchtung: Vom Zentrum bis an den äussersten Rand gibt die Darstellung um kein Jota nach.

Bei der Betrachtung der Graufläche aus einem spitzen Winkel tendierte die Darstellung zu einem hauchdünnen Blau – allerdings so schwach, dass sich der Effekt kaum erkennen, geschweige denn fotografieren liess.

P3 und HDR. Das Display deckt den ­erweiterten Farbraum P3 ab und ist als erstes iPhone überhaupt HDR-fähig. Als Quellen für die passenden Filme bieten sich zurzeit iTunes und Netflix an.

True Tone. Und dann ist da noch jene Eigenschaft, die bei mir seit dem iPad Pro 9.7 Zoll nicht mehr wegzudenken ist: das True-Tone-Display. Dabei messen Sensoren die Farbtemperatur der Umgebung und passen die Darstellung auf dem Display so an, dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. So entsteht vor allem im Dämmerlicht eine augenfreundliche Atmosphäre, auf die man nie wieder verzichten will.

Burn-in

Ein OLED ist kein LCD. Es liegt in der Natur dieser Technologie, dass es zu Burn-ins kommen kann. Dabei «brennen» sich Teile der Darstellung in das Display ein und hinterlassen ein schwaches Geisterbild, das im schlimmsten Fall dauerhaft ist.

Ob es jedoch überhaupt zu diesem Effekt kommt, hängt nicht nur von der Qualität des Displays ab, sondern auch von der Steuer-Software und dem Verhalten des Anwenders. Apple empfiehlt in einem Support-Dokument, die Helligkeit vom System regeln zu lassen. Ausserdem sollten keine statischen Bilder bei voller Helligkeit über einen längeren Zeitraum angezeigt werden. Das sollte sich bei den meisten Anwendern einrichten lassen.

Die Ohren

Über dem Display thronen die charakteristischen schwarzen Einbuchtungen, die im Internet etwa spöttisch als «Ohren» oder einfach als «Notch» (Kerbe) bezeichnet werden.

Dahinter verbergen sich die Kamera und eine ganze Batterie an Sensoren:

Die Anzeige von Fotos und Videos wird dabei nicht gestört, stattdessen werden auf der Seite und oben schwarze Balken eingeblendet, um das Verhältnis beizubehalten. Durch ein doppeltes Tippen wechseln Sie in die Vollbilddarstellung. Dadurch werden die Ohren sichtbar – doch diese Darstellung ist sowieso nicht optimal, weil das Filmmaterial auf allen Seiten deutlich beschnitten wird. Mit Fotos verhält es sich übrigens genau gleich.

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