Virtualisierung im Dienste der Ökologie

  

» Von René Bersier , 05.07.2007 12:23. Letztes Update, 05.07.2007 12:26.

Durch Virtualisierung und gemeinsames Nutzen der physikalischen Komponenten kann selbst für kleine Anwendungen eine extrem leistungsfähige, sichere und flexible Umgebung zur Verfügung gestellt werden - bei gleichzeitiger Reduktion der Gesamtkosten, massiv tieferer Energieaufnahme und damit «grünerer» IT.

Eine virtualisierte Komponente erreicht durch die Entkopplung der Hardware von der logischen Sicht der benötigten Systeme, dass die Grenzen eines solchen virtuellen Systems reine Definitionen sind. Diese Grenzen können somit sehr einfach von Hand oder vom System selbst im laufenden Betrieb auf veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Dadurch genügt eine sehr kleine Anzahl grösserer Systeme, um die meisten - wenn nicht gar alle - Anforderungen in einem Rechenzentrum abdecken zu können.

Ausserdem erreicht ein einzelnes nicht virtualisiertes System das Ende seiner praktischen Verwendbarkeit typischerweise früher als ein virtualisiertes System.

Sinkender Energieverbrauch

Weltweit fangen führende Unternehmen nun an, ihre Rechenzentren mit Virtualisierungstechnologien energieeffizienter zu gestalten. Und dies in einer Art, die vorher schlicht unmöglich war.

So konnte zum Beispiel die US-amerikanische Pacific Gas & Electric Company (PG&E) in Kalifornien die Energieaufnahme in ihren Rechenzentren durch den Einsatz von Virtualisierung um 80 Prozent senken. Die Firma konnte dabei nahezu 300 Unix Systeme bei gleicher Leistung auf gerade einmal sechs grössere zusammenfassen. Ein weiteres Beispiel lieferte das Medical Center der Universität Pittsburgh (UPMC) in den USA. Sie reduzierte durch die Virtualisierung von 222 Systemen auf vier neue Server den Energie-, Kühl- und Platzbedarf ihrer IT-Infrastruktur mehr als deutlich.

Dabei bedeutet eine Virtualisierung nicht nur die Senkung der IT-Infrastrukturkosten, sondern auch eine Steigerung der Produktivität bei gleichzeitiger Sicherstellung des geforderten hohen Service-Levels.

Virtualisierungstechnologien im Rechenzentrum sind nicht neu. IBM führte bereits vor über 40 Jahren diese Technologie in Mainframe-Rechenzentren ein und erlaubte so die Netzwerk-, Storage- und Servervirtualisierung mit einer wesentlich effizienteren Ausnutzung physikalischer Systeme. Nun ergeben sich vor dem Hintergrund veränderter Herausforderungen vor allem im Bereich der Energieeffizienz neue Möglichkeiten, diese Technologie bei Mainframes und auch im mittleren Bereich einzusetzen.

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