Schadenfreude bei Michael Dell

Michael Dell ist an der Hausmesse Dell World in Texas wie gewohnt über die Konkurrenten HP und IBM hergezogen - heuer mit einer gehörigen Portion Schadenfreude.

» Von Jens Stark , 05.11.2014 15:09.

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Dell-CEO und -Gründer Michael Dell ist bekannt für seine markigen Sprüche. Nachdem er im vergangenen Jahr in einen harten - und kostspieligen - Kampf verwickelt war, um sein Unternehmen von der Börse zu nehmen, kann er heuer offensichtlich erleichtert in gewohnter Manier gegen die Konkurrenz vom Leder ziehen. Nicht ohne Schadenfreude nahm er die beiden Konkurrenten Hewlett-Packard (HP) und IBM ins Visier.

Während seiner Keynote an der Dell World im texanischen Austin ging er näher auf die «unruhigen Zeiten» ein, welche die Rivalen derzeit durchzumachen hätten. So habe HP-Chefin Meg Whitman vor nur einem halben Jahr die Firma als «Inbegriff der Stabilität» bezeichnet. Nun werde der Konzern aufgeteilt. Auch IBM erhielt ihr Fett weg: Der Blaue Riese müsse sein x86-Server-Business an Lenovo verkaufen und kämpfe damit, profitabel zu bleiben.

«Sie spalten Geschäftseinheiten ab oder lagern sie aus. Da muss man sich doch fragen: Für wen eigentlich? Hilft das den Kunden? Hilft es ihnen, die nächste Generation innovativer Produkte zu entwickeln?», wunderte sich Dell.

Handkehrum gab sich Dell sehr zufrieden mit der eigenen Firma. Diese müsse nun nicht mehr auf die Quartalszahlen schielen. «Wir können uns auf die Zukunft konzentrieren, und zwar jenseits des nächsten Quartals oder Finanzjahrs sowie des nächsten Aktionärsaktivisten», erklärt der Dell-Gründer und denkt wohl dabei an den umstrittenen Investor Carl Icahn, der letztes Jahr den Rückkaufpreis für Dell mit seinen Manövern in die Höhe getrieben hatte.

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