Newcomer: Vom Start weg erfolgreich

» Von Mark Schröder, 21.08.2008 06:25. Letztes Update, 21.08.2008 16:29.

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uniQservice: Schweizweit aktiv am POS

Von elf Filialen in der Schweiz aus operiert uniQservice (Platz 238). Spezialität ist die Betreuung von Computer- und Kassensystemen an verschiedenen Kundenstandorten. Dafür sind mehr als die Hälfte der 102 Mitarbeiter spezialisierte Aussendienst-Techniker. Daneben bietet das Unternehmen vom Hauptsitz in Bassersdorf aus Fernwartung und Support durch ein rund um die Uhr besetztes Call-Center in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Hauptkunden sind schweizweit tätige Detailhandelsunternehmen wie Coop, Dosenbach-Ochsner und Charles Vögele.

Mit einem Jahresumsatz von 16 Millionen Franken sortiert sich uniQservice auf Rang acht der Newcomer ein. Einen Teil des Geldes erwirtschaften Berater mit dem Begutachten von Versicherungsschäden: Dabei stehen die Ermittlung der Schadensursache und der Instandsetzungskosten sowie das Feststellen von Altschäden im Mittelpunkt. Eigenen Angaben nach hat uniQservice über 20000 Versicherungsfälle unter anderem für AXA Winterthur, Helvetia und die Zürich Versicherung abgewickelt.

FOSS: Gemeinsam stark mit Open Source

Freie Open Source Software - dafür steht die Abkürzung FOSS. Die FOSS-Group (Rang 252) füllt die Lücke zwischen den Global Playern, die bei grossen Ausschreibungen aus wirtschaftlichen Gründen kommerzielle Produkte verkaufen, und kleinen Unternehmen, die auf Open Source setzen aber oftmals keine Grossaufträge stemmen können. Indem sich die FOSS-Group an den kleinen Firmen beteiligt, werden die Kompetenzen gebündelt - auch Grossaufträge kommen in Reichweite.

Zum Beispiel realisierten die 70 Mitarbeiter den Linux-Desktop und die GroupWare Scalix für den Kanton Solothurn. Laut Geschäftsführer Beat Stebler erwirtschaftet sein Unternehmen zwei Drittel des Umsatzes von circa 14 Millionen Franken mit Kunden aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) kauft genau wie die Kantone Aargau, Basel, Jura und Thurgau Open-Source-Programme bei der FOSS-Group ein. Daneben bezieht aber auch der Bezahlsystemspezialist Telekurs und die Swisscom Software von dem Unternehmen aus Aesch im Kanton Baselland. Das Portfolio reicht von Linux-Servern und -Desktops, OpenOffice.org bis zu VoIP- sowie Geschäftsanwendungen. Seit dem Frühjahr ist die hauseigene Schulverwaltungs-Software Senter auf dem Markt, die kostenlos sowie als SaaS verfügbar ist.

Geschäftsführer Stebler sieht die FOSS-Group auf einem guten Weg: «Open Source ist ein stark wachsendes Business. Wir rechnen mit einer Verdoppelung bis Verdreifachung des Open-Source-Marktes in den nächsten drei Jahren. FOSS-Group will ebenso stark wie der Markt wachsen.»

Business & Decision: wachsen mit CRM

Geschätzte 11 Millionen Franken setzt das internationale Software-Beratungsunternehmen Business & Decision (Platz 294) in der Schweiz um. Das bedeutet Rang zehn in der Newcomer-Statistik. Während Business & Decision international auf den vier Säulen Business Intelligence (BI), Customer Relationship Management (CRM), E-Business sowie Produkte und Tools steht, liegen die Schwerpunkte der über 140 Mitarbeiter in der Schweiz auf BI und E-Business.

BI-Lösungen entwickelt das Unternehmen auf der Basis von SAP NetWeaver. Unter
E-Business subsumiert sind Systemintegration und Managed Services. Kunden in der Schweiz sind zum Beispiel PostFinance, Swiss Re, die Schweizerische Eidgenossenschaft und die WHO.

Den Löwenanteil von circa 62 Prozent am Firmenumsatz macht das Unternehmen mit Business Intelligence. Für die Zukunft verspricht sich das Unternehmen viel vom Zusammenschluss der ehemals konkurrierenden Hersteller Business Objects und SAP. Zweites Standbein ist CRM, das 23,5 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Business & Decision zufolge ist CRM der am stärksten wachsende Bereich. Für die Analysten von Gartner ist das Unternehmen mit Filialen in Bern, Genf, Thun und Zürich einer der wichtigsten CRM-Service-Provider in Europa. Etwa 14 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Bereich E-Business.

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