Lytro: Erst schiessen, dann scharf stellen

Das kalifornische Jungunternehmen Lytro hat eine radikal-andere Kamera entwickelt und vorgestellt. Damit lassen sich Bilder schiessen, die anschliessend am Computer scharfgestellt werden können.

Mit Lytro gelingen Schnappschüsse künftig immer.

» Von Jens Stark , 20.10.2011 11:56.

Die Knipse segelt unter dem gleichen Namen wie die Herstellerin und soll ab 2012 zunächst nur in den USA erhältlich sein. Eine weltweite Vermarktung sei aber geplant, wird versichert.

Die Kamera sieht nicht nur ungewöhnlich aus - sie gleicht einem länglichen Kästchen -, sie ist auch von ihrer Funktionsweise her anders als all die anderen Aufnahmegeräte. Denn der Apparat basiert auf der sogenannten Lichtfeld-Technik (light-field), das Ergebnis einer Doktorarbeit (Computerworld.ch berichtete bereits bei der Firmengründung über das Verfahren).

Der Unterschied: Statt nur auf einer Ebene zu fokusieren wie bisherige Kameras, lassen sich mit der Lytro gleich mehrere Ebenen aufnehmen und auf dem speziellen Sensor speichern. Die Folge: Der Fotograf kann nach der Aufnahme am Computer mit der entsprechenden Software bestimmen, ob er beispielsweise lieber den Vordergrund oder den Hintergrund seiner Aufnahme scharf dargestellt haben möchte.

Die Lytro soll in drei Farben vermarktet werden. Zudem wird es Modelle mit unterschiedlichem Fassungsvermögen geben. Das Highend-Modell verfügt über 16 Gigabyte Speicher, der für 750 Aufnahmen reicht, und kostet 499 Dollar. Das 8-Gigabyte-Modell, auf dem 350 Aufnahmen Platzhaben, kostet 399 Dollar.

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