Lenovo: Keine Angst vor Microsoft

Die meisten Hardware-Hersteller zittern vor Microsofts eigenen Tablets, den Surface-Modellen. Nicht so Lenovo: Der Chef des chinesischen Hardware-Herstellers hält die eigene Lenovo-Hardware für besser als die von Microsoft.

Lenovos CEO Yang Yuanqing sieht die Konkurrenz durch Surface gelassen. (Bild: china.org.cn)

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» Von idg , 17.08.2012 10:07.

Microsoft hat mit seinen Surface-Tablets die Hardware-Szene in Unruhe versetzt. Die meist jahrelangen Hardware-Partner von Microsoft sehen sich plötzlich unter Druck gesetzt und reagieren mitunter genervt – wie beispielsweise kürzlich Acer. Der chinesische Hersteller Lenovo sieht die neue Konkurrenz dagegen gelassen.

Lenovo sei durch Microsoft Surface nicht beunruhigt, sondern gehe stattdessen davon aus, dass die eigenen Tablets die Surface-Konkurrenten schlagen werden. Weil Lenovo bessere Hardware als alle seine Rivalen einschliesslich Microsoft bereitstellen könne, wie Lenovos CEO Yang Yuanqing selbstbewusst verkündet.

Yuanqing sagte wörtlich: «Sie (Microsoft) sind stark bei der Software, aber ich glaube nicht, dass sie die beste Hardware der Welt zur Verfügung stellen können. Lenovo dagegen kann das.» Zwar sei auch Lenovo nicht davon begeistert, dass Microsoft die Hardware liefere, legt der Lenovo-Chef nach, «aber selbst wenn Microsoft in diesen Hardwarebereich einsteigt, denken wir, dass sie nur ein weiterer Wettbewerber (neben vielen anderen) sein werden».

In der Tat betritt Microsoft mit den beiden Surface-Reihen (der preiswerteren RT-Schiene und der höherpreisigen x86-Reihe) Neuland. Denn bisher lieferte Microsoft allenfalls Hardware für die Peripherie (Tastaturen und Mäuse) oder für bestimmte Einsatzbereiche wie Entertainment (Xbox 360). PC-ähnliche Geräte, wie es die Surfaces darstellen, sind dagegen Neuland für Microsoft.

Der Druck, den Microsoft mit Surface ausübt, dürfte durch die aggressive Preispolitik noch verschärft werden, wenn die kursierenden Gerüchte stimmen, dass die Surface-Modelle mit Windows RT für 199 Dollar verkauft werden sollen. Doch selbst dieser Kampfpreis kann Yang Yuanqing nicht aus der Ruhe bringen: «Wir sind dadurch nicht beunruhigt».

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