ETH entwickelt Bio-Mikrosensor für Apfel und Fisch

» Von Samuel Schlaefli, ETH News, 29.09.2017 14:39.

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Biosensoren ab der Rolle

Derzeit ist die Herstellung des Bio-Mikrosensors noch sehr aufwendig und kostspielig. Salvatore ist jedoch überzeugt, dass die Sensoren dereinst für den Massenmarkt produziert werden könnten. Insbesondere, weil die Druckverfahren für Elektronik immer besser werden. «Sind die Biosensoren erst einmal genügend günstig, könnte man sie praktisch überall hinkleben», sagt Salvatore. Lebensmittel könnten dadurch Teil des «Internet der Dinge» werden, über welches die physische Welt mit der digitalen vernetzt wird. Dabei muss es nicht bei Temperaturmessungen bleiben: Ähnliche Mikrosensoren könnten Druck, Gasentwicklung oder UV-Strahlung messen.

Salvatore prognostiziert, dass wir in fünf bis zehn Jahren erste solche biologisch abbaubaren Sensoren im Alltag antreffen werden, je nach Interesse der Industrie. Bis dann würden Batterie, Prozessor und Sender wahrscheinlich gleich im Mikrosensor integriert sein, sagt Salvatore. Damit auch diese Komponenten für Umwelt und Gesundheit unbedenklich sind, ist noch viel Forschung nötig. Das Team forscht deshalb aktuell an einem biokompatiblen Energieträger für seinen Sensor.

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