Ein Administrator für 400 PCs
» Von , 29.06.2009 12:58. Letztes Update, 29.06.2009 13:33.
ROI in eineinhalb Jahren

Über 20 Schulen, verteilt auf neun Standorte, sind an zentrale Server angeschlossen
Projekte dieser Grössenordnung binden einiges an Ressourcen. In der Projektorganisation wurde zunächst mit zwölf Vollzeitstellen operiert. Weil der Rollout ohne «Big Bang» verlief, genügen inzwischen neun. Dafür rechnet Reid für 2009 mit Kosten von einer Million Franken und zusätzlich 0,5 Millionen im Jahr 2010. Hinzu kommen die Hardware-Neuanschaffungen, die in den nächsten zwei bis vier Jahren eingekauft werden sollen. Das Projekt wird voraussichtlich im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Laut Reid lohnen sich die Investitionen auf jeden Fall: «Erreicht der Kanton ab 2011 das gesteckte Ziel von 25 Prozent Kosteneinsparungen für Support und Wartung, hat sich die Investition innert 1,5 Jahren amortisiert.»
Knackpunkt Sicherheit
Völlig reibungslos lief das Projekt übrigens nicht ab. Die zuerst geplante Client-Virtualisierung sei so nicht umsetzbar gewesen, so Tony Wyss. Ein weiteres Problem gab es im Bildungs- und Kulturzentrum: Von den 4700 Schulcomputern sind 3900 für die Schüler bestimmt; der Rest für die Verwaltung. Es waren deshalb zwei voneinander unabhängige Netzwerke nötig, damit die Schüler nicht auf die gespeicherten Noten zugreifen können oder andere nicht für sie bestimmte Dokumente lesen. Die Lehrer hingegen brauchen Zugang zu beiden Netzen. Deshalb besteht das Netzwerk aus zwei getrennten VPNs. Der Austausch läuft über Microsoft Sharepoint. Auf die Sicherheit legt das Bildungs- und Kulturzentrum generell grossen Wert: So müssen die Lehrkräfte zum Beispiel ihre Zugangspasswörter alle drei Monate wechseln. Bisher hätten aber noch keine Schüler versucht, ins Verwaltungsnetzwerk einzudringen, meint Wyss. Wesentlich problematischer seien da schon E-Mail-Bomben oder Bedrohungen und Diffamierungen in Foren oder Wikipedia-Artikeln.
Ab 2011 sollen dann sämtliche Probleme auf allen PCs remote von Luzern aus gelöst werden. Einzig wenn Hardware auszutauschen ist, macht sich noch ein Techniker auf den Weg. Für die Betreuung von 8500 Computern rechnet man mit rund 20 Technikern. Danach steht schon das nächste Projekt an: Die derzeit fünf verschiedenen Schulverwaltungssysteme sollen bis 2011 auf eine einzige Software reduziert werden. Für Tony Wyss und Lawrence Reid gibts also noch genug zu tun.
Was ist Intel vPro?
Die «Intel Active Management Technology» (iAMT) als Teil von Intels vPro-Plattform ist eine Enterprise-Management-Technologie, die hauptsächlich der Fern-
wartung von Client-PCs dient. Darüber hinaus ermöglicht sie das Ändern von Konfigurationen und das Ein- und Ausschalten der Clients. Via vPro greifen
Administratoren selbst auf abgeschaltete Systeme, PCs mit defektem Betriebssystem oder kaputter Harddisk zu.
Weiter soll Intel vPro laut Unternehmensangaben weniger Strom verbrauchen als
herkömmliche Chips.
www.intel.com/vpro



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