12 Terabyte 17.03.2017, 14:30 Uhr

Seagate lanciert Helium-Festplatte

Der Speicherspezialist Seagate startet eine neue Festplatten-Serie mit Helium-Technologie.
Seagate hat sein HDD-Sortiment für den professionellen Einsatz um eine Helium-Festplatte mit 12 TB Kapazität erweitert. Die neue Seagate Enterprise Capacity 3.5 HDD 12TB ist für den Dauereinsatz in Serversystemen konzipiert und soll den Racks zu mehr Speicherkapazitäten verhelfen ? was angesichts des aktuellen Trends zu XaaS (Everything as a Service) durchaus ein zugkräftiges Verkaufsargument darstellt. Die Festplatten sind mit herkömmlichen SATA-Schnittstellen sowie mit den im Unternehmensbereich gängigen SAS-Anschlüssen mit Sektorgrössen von 512e oder 4Kn erhältlich. Daneben stehen verschiedene Verschlüsselungsoptionen zur Verfügung. Der Hersteller verspricht für die neuen Speicher eine Transferrate von 261 MB pro Sekunde, die Drehzahl liegt mit niedrigen 7200 Umdrehungen pro Minute auf Consumer-Niveau (im Server- und Workstation-Segment sind 10'000 - 15'000 Umdrehungen die Regel). Je nach verwendeter Schnittstelle gönnen sich die Festplatten im Betrieb zwischen 7,8 und 9,3 Watt, den Idle-Verbrauch gibt Seagate mit 5 und 5,5 Watt an. Dank der Helium-Technologie sollen die Festplatten höhere Laufzeiten erreichen. Das Edelgas weist nur ein Siebtel der Dichte von Luft auf, was Strömungseffekte im Inneren der Festplatte verringert. Dadurch wird etwa der Schreibkopf der Platte weniger belastet. Ausserdem ermöglicht der Einsatz von Helium eine höhere Speicherkapazität bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch. Seagate gibt die Laufzeit der Enterprise Capacity 3.5 HDD 12TB mit einem MTBF (mean time between failure) von 2,5 Millionen Stunden an.

Festplatten im Dauertest

Bei den MTBF-Angaben handelt es sich um einen eher theoretischen Wert, der nicht viel über die Laufzeit von HDDs in der Praxis aussagt. Handfestere Ergebnisse zur Haltbarkeit von Festplatten liefert in regelmässigen Abständen der Cloud-Anbieter Backblaze, der in seinen Rechenzentren neben den üblichen Enterprise-Festplatten auch Consumer-Modelle einsetzt und deren Lebensdauer vergleicht.



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