ETH Lausanne baut künstlichen Komponisten

Ein «Deep Learning»-Algorithmus der ETH-Lausanne soll sich neue Melodien ausdenken können und damit in Konkurrenz zu Komponisten aus Fleisch und Blut treten.

» Von SDA , 06.07.2017 14:38.

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In Sachen Kreativität hat der Mensch der Maschine noch einiges voraus. Aber langsam wird die Luft dünn: Ein lernender Algorithmus von EPFL-Forschern schreibt Musikstücke, die bestimmte Stile imitieren, aber trotzdem so originell sind wie die aus menschlicher Feder.

In Spielen wie Schach oder Go haben Computer den Menschen bereits übertrumpft. Lernende Algorithmen können sogar Fotos in Imitate von Kunstwerken bekannter Künstlerinnen und Künstler umwandeln. Aber künstliche Intelligenz holt noch in einem weiteren Feld auf, das bisher eine Hochburg menschlicher Kreativität war: Ein an der ETH Lausanne (EPFL) entwickelter «Deep Learning»-Algorithmus komponiert Melodien.

Zugegeben, auch der «Deep Artificial Composer», den Florian Colombo und Wulfram Gerstner von der EPFL kürzlich an der EvoStar Konferenz vorstellten, imitiert schon Dagewesenes. Er erzeuge jedoch keine Plagiate, sondern ebenso originelle Stücke wie ein Mensch, teilte die EPFL am Donnerstag mit. Der Algorithmus schreibt dabei Noten und produziert keine Audiodateien.

Komponieren ohne Theorie

Es gibt bereits mehrere Projekte, um künstlicher Intelligenz das Komponieren beizubringen. Darunter Algorithmen von Google und von Forschenden an verschiedenen Universitäten weltweit, die beispielsweise Jazzmusik fabrizieren oder Werke von Bach imitieren. Viele der bereits existierenden maschinellen Komponisten greifen auf traditionelle Musiktheorie zurück, schrieb die EPFL.

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